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Energiekonzern RWE will Ausgaben zurückschrauben

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Düsseldorf (dapd). Deutschland zweitgrößter Energieversorger RWE erwägt angesichts der Kostenbelastungen durch den Ausstieg aus der Atomkraft eine noch stärkere Kürzung bei seinen Ausgaben. "Wir denken über weitere Einschnitte bei den Investitionen nach", sagte Finanzvorstand Bernhard Günther am Wochenende der "Börsen-Zeitung". Schuldenabbau sei ein zentrales Unternehmensziel. "RWE (Xetra: 703712 - Nachrichten) hat eine Verschuldung, die auch in einem normal funktionierenden Strommarkt als zu hoch anzusehen wäre", erklärte Günther ohne Einzelheiten zu nennen.

Ebenso wie der größere Wettbewerber E.on leidet RWE unter der Energiewende und schwachen Margen bei der Stromerzeugung. Zur Kostenreduzierung hat RWE zuletzt Teile des Unternehmens verkauft. Damit will der Konzern auch wieder mehr finanziellen Spielraum für Wachstum bekommen.

Beim Streit mit der russischen Gazprom um den Preis für Gaslieferungen rechnet Günther noch in der ersten Jahreshälfte mit einer Lösung. RWE zahlt nach eigenem Bekunden wegen einer langfristigen Bindung zu viel Geld an Gazprom. Daher rechnet der Essener Konzern mit einer Kompensation. Es gehe "um eine substanzielle Summe, die wir erwarten können", sagte Günther.

dapd