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Elon Musk sucht Mitarbeiter für die Fabrik bei Berlin – ein Ex-Personaler verrät, worauf es Tesla im Bewerbungsgespräch ankommt

Áine Cain
·Lesedauer: 3 Min.

Bereits im September 2020 warb Elon Musk auf Twitter mit den Worten „Bitte arbeiten Sie bei Tesla Giga Berlin! Es wird super Spaß machen!!“ um Mitarbeiter seiner Gigafactory in Brandenburg. Doch was muss man mitbringen, wenn man bei dem US-Elektroautobauer anfangen möchte? Ein ehemaliger Tesla-Personaler hat nun die Frage verraten, bei der die meisten Ingenieure straucheln.

Denn wenn ihr ein Vorstellungsgespräch mit Bravour bestehen wollt, müsst ihr über eure Leistungen sprechen. Dabei solltet ihr wissen, welche davon ihr besonders hervorheben solltet. Ansonsten könnte euer ganzes Vorstellungsgespräch scheitern.

In einem Artikel im Magazin „Fast Company“ sagte der ehemalige Tesla-Rekrutierer Max Brown, dass die Kandidaten oft mit dieser Frage zu kämpfen hatten: "Erzählen Sie mir von Ihrer wichtigsten technischen Errungenschaft, dem Projekt, auf das Sie am meisten stolz sind".

Am Anfang klingt das eigentlich gar nicht schwierig. Sicherlich nicht kniffliger als einige der anderen Fragen, die Tesla in der Vergangenheit Bewerbern gestellt hat. Brown, der mehr als 1.000 Bewerbungsgespräche mit Kandidaten für den Autohersteller geführt hat, moniert allerdings, dass viele der Bewerber die falschen Projekte und Erfolge vorstellten.

"Meiner Erfahrung nach wählen die Bewerber instinktiv das Projekt aus, das auf dem Papier am besten klingt – aber das ist nicht immer das beste, das ihre tatsächlichen technischen Fähigkeiten veranschaulicht", sagt er.

Schwerpunkt auf kleinere Projekte legen

Normalerweise sei es besser, den Schwerpunkt auf ein kleineres Projekt zu legen, bei dem man wirklich alle technischen Aspekte ansprechen kann. Denn euer beeindruckendstes Projekt war in vielen Fällen bestimmt Teamarbeit. Laut Brown solltet ihr euch bei der anschließenden Diskussion über euer Projekt nicht dabei ertappen lassen, dass jemand anderes eine bestimmte Aufgabe übernommen hat. Prahlerei kann zwar eine gute Strategie sein, wenn ihr einen ersten positiven Eindruck hinterlassen wollt — aber nur, wenn man Beweise hat, die das belegen.

"Der wahre Grund, warum Personaler diese Frage stellen, ist, weil sie ein Thema brauchen, das sie für Folgefragen verwenden können, um das technische Know-how der Kandidaten zu erfahren", sagte Brown gegenüber der Fast Company.

Die meisten schwächeren Antworten auf diese Frage hätten häufig dazu geführt, dass der Bewerber entweder so klingt, als wollte er sich mit der Arbeit anderer auszeichnen, oder sie führten zu keiner "produktiven technischen Diskussion". Und das Letzte, was ihr vermutlich wollt, ist bei einem Bewerbungsgespräch als unehrlich rüberzukommen.

Zusätzliche Bonuspunkte gibt es für Eigenverantwortung

Besser ist es, wenn ihr ein Problem aufzeigt, die Lösung, die ihr dafür gefunden habt, vorstellt und dann auf euren individuellen Beitrag eingeht. Diese Art des Bewerbungsgesprächs kommt zum Beispiel auch beim Bezahldienst PayPal zum Einsatz. Zusätzliche Bonuspunkte gibt es, wenn ihr eure Antworten auch noch mit Beispielen untermauern könnt, die Stärke und Eigenverantwortung demonstrieren. Das gilt für alle Bewerbungsgespräche — nicht nur für die bei Tesla.

"Man könnte denken, dass man mit einer Geschichte über ein relativ kleines Projekt den Personaler langweilt", sagt Brown. Wenn das aber das Projekt ist, mit dem ihr wirklich euer Können demonstriert, solltet ihr dieses nennen. "Personaler wollen sich austoben — und hoffentlich selber etwas Neues lernen"

Der Text wurde von Franziska Telser aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.