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Nach Elfer-Panne: Wie geht es jetzt mit Roca weiter?

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 2 Min.

Ausgerechnet Marc Roca hätte man sagen wollen…

Der spanische Neuzugang verschoss am Mittwochabend den entscheidenden Elfmeter für den FC Bayern. Fin Bartels traf wenige Sekunden ins Kieler Glück (8:7 n.E.) und bescherte den Münchnern eine deftige Pokal-Blamage.

Bayern-Aus: Pechvogel Roca

Robert Lewandowski, Thomas Müller, Joshua Kimmich, David Alaba und Douglas Costa verwandelten ihre Elfmeter. Auch die fünf Kieler Schützen gaben sich keine Blöße. Rocas halbhoher Schuss in die rechte Ecke konnte Kiel-Keeper Ioannis Gelios hingegen abwehren.

Immerhin trat Roca beim komplizierten sechsten Schuss an, währen sich andere und erfahrenere Mitspieler wie Niklas Süle und Lucas Hernández weggeduckt hatten.

"Keiner macht ihm einen Vorwurf. Leider hat es Marc getroffen. Wir stehen zusammen und werden ihn unterstützen", verteidigte ihn sein Trainer Hansi Flick direkt nach Abpfiff.

Guter Auftritt in der Verlängerung

Roca indes dürfte am verschossenen Elfmeter noch etwas zu knabbern haben. Ohnehin tut sich der 24-Jährige Mittelfeldspieler seit seinem 9-Millionen-Euro-Wechsel von Espanyol Barcelona nach München schwer (Vertrag bis 2025).

Unter Flick sammelte er in acht Pflichtspieleinsätzen bislang nur 344 Einsatzminuten. In Kiel wurde er eigentlich nur eingewechselt, um in der Nachspielzeit Sekunden von der Uhr zu nehmen. In der Verlängerung macht er jedoch einen guten Eindruck, gewann Zweikämpfe und verteilte gute Bälle.

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Roca bleibt wohl Reservist - Wechsel kein Thema

Dass sich seine Situation als Reservist zeitnah ändert, ist derzeit eher ausgeschlossen. In der Zentrale sind Joshua Kimmich und Leon Goretzka gesetzt. Corentin Tolisso, zuletzt auch nur Mitläufer, ist deren erster Vertreter. Dahinter duelliert sich Roca mit dem 17-Jährigen Jamal Musiala.

Unlängst wurden Gerüchte um eine Blitz-Leihe nach Valencia laut, die jedoch nicht zutreffen. Denn Roca will sich bei den Bayern durchsetzen. Ein ambitioniertes Ziel, das derzeit in weiter Ferne ist. Unabhängig von der Kieler Elfer-Panne.