Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 7 Minuten
  • Nikkei 225

    26.911,20
    +251,45 (+0,94%)
     
  • Dow Jones 30

    31.490,07
    -1.164,52 (-3,57%)
     
  • BTC-EUR

    27.472,78
    -1.830,16 (-6,25%)
     
  • CMC Crypto 200

    650,57
    -20,11 (-3,00%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.418,15
    -566,37 (-4,73%)
     
  • S&P 500

    3.923,68
    -165,17 (-4,04%)
     

Bundespräsident Steinmeier telefoniert mit ukrainischem Präsidenten Selenskyj: Reist Kanzler Scholz nun bald in die Ukraine?

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue während eines Telefonats.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue während eines Telefonats.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Donnerstag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. "Irritationen der Vergangenheit wurden ausgeräumt", teilte Steinmeiers Sprecherin Cerstin Gammelin anschließend mit. Selenskyj lud, wie es aus dem Bundespräsidialamt hieß, sowohl Steinmeier persönlich wie auch die gesamte Bundesregierung zu Besuchen nach Kiew ein. Damit könnte auch der Weg für einen Ukraine-Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) frei sein.

Die Annäherung zwischen Steinmeier und Selenskyj könnte auf Bitten von Oppositionschef Friedrich Merz (CDU) zustande gekommen, der kurz zuvor den ukrainischen Präsidenten besucht hatte. Auf Twitter bedankte sich Merz bei Selenskyj und schrieb, dass der "Weg für persönliche Begegnungen des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers mit Präsident Selenskyj in Kiew" nun frei sei.

Im Bundespräsidialamt wurde bestätigt, dass Merz sich in Kiew für Steinmeier eingesetzt habe, berichtet der "Spiegel". Unklar bleibt zunächst, ob und wann Scholz nach dem klärenden Telefonat nach Kiew reist. An diesem Wochenende wird zunächst die zweithöchste Repräsentantin der Deutschlands, Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD), in der Ukraine erwartet.

Im April sagte die ukrainische Regierung kurzfristig Steinmeiers Besuch in Kiew ab

Auslöser der Spannungen zwischen Bundesregierung und der Ukraine war die Mitte April gescheiterte Reise des Bundespräsidenten in die Ukraine. Steinmeier hatte den Besuch gemeinsam mit dem polnischen Präsidenten geplant, wurde aber kurzfristig von der ukrainischen Regierung ausgeladen. In einer schriftlichen Mittelung hieß es, dass Steinmeier nicht in Kiew willkommen sei. Als Grund der Absage galt Steinmeiers früherer Russland-freundlicher Kurs in seiner Zeit als Außenminister.

Der Fall stand seitdem zwischen der Bundesregierung und der Ukraine. Die Absage an den Bundespräsidenten sei "ein Problem", sagte Scholz. "Das steht im Raum." Er verweigerte deshalb bisher, in die Ukraine zu reisen. Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, hatte den Kanzler wegen dessen Haltung als "beleidigte Leberwurst" bezeichnet.

In dem nun etwa 45-minütigen, klärenden Gespräch zwischen Bundespräsident Steinmeier und Ukraine-Staatschef Selenskyj, sicherte Steinmeier Selenskyj die volle Unterstützung Deutschlands zu, hieß es. "Beide Präsidenten vereinbarten, in engem Kontakt zu bleiben."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht auf einer Videoleinwand im Bundestag und bekommt Applaus von der Bundesregierung.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht auf einer Videoleinwand im Bundestag und bekommt Applaus von der Bundesregierung.

Mit Material der DPA / jel

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.