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Einzigartige chinesische Tempelanlage: Reisetipp für die Zeit nach Corona

Johannes Giesler
·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.

Im Wuling-Gebirge wurden vor Hunderten Jahren auf Karstgestein zwei buddhistische Tempel errichtet. Diese sind, in 2.500 Metern Höhe und vor spektakulärem Panorama, nur über eine kleine Brücke miteinander verbunden.

Der Blick nach oben ist ähnlich spektakulär, wie der Blick von der Tempelanlage auf der Spitze des Fanjing-Berges hinab. Foto: Zhou Wenqing / Office of the Leading Group for World Heritage Application of Tongren City
Der Blick nach oben ist ähnlich spektakulär, wie der Blick von der Tempelanlage auf der Spitze des Fanjing-Berges hinab. (Bild: Zhou Wenqing / Office of the Leading Group for World Heritage Application of Tongren City)

Weil die Coronavirus-Pandemie momentan keine Reisen zulässt, leiden viele Menschen unter Fernweh. Etwas Linderung kann es da verschaffen, stattdessen kleine digitale Ausflüge zu machen und so weit entfernte Sehenswürdigkeiten zu erkunden – und dabei Pläne für eine Zukunft ohne Corona zu schmieden.

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Ein solches Sehnsuchtsziel könnte der Berg Fanjing im südwestchinesischen Wuling-Gebirge sein – er wurde vergangenes Jahr aufgrund seiner spektakulären Flora und Fauna von der Unesco zum Weltnaturerbe ernannt. Auf der geteilten Spitze des Berges findet sich zudem eines der ungewöhnlichsten Bauwerke der Welt: In über 2.500 Meter Höhe stehen zwei Tempel, die nur durch eine kleine Bogenbrücke miteinander verbunden sind.

Restauriert mit modernen Materialen

Laut Odditycentral reicht deren Geschichte über 500 Jahre zurück – bis in die Ming-Dynastie. Was es beinahe wundersam macht, wie es die Mönche damals ohne moderne Technik schafften, in dieser steilen und menschenfeindlichen Umgebung nicht nur einen – sondern gleich zwei – Tempel zu errichten.

Tatsächlich war ihr Werk aber nicht für die Ewigkeit. Denn das Klima war auf der Bergspitze zu rau, das Wetter zu windig und zu regnerisch. Die heutigen eindrucksvollen Bilder zeigen deshalb aufwendige Restaurations-Arbeiten. Mit modernen und robusteren Materialien wurden die Tempel wiederaufgebaut und dabei ihrer ursprünglichen Form nachempfunden.

Nur ein Weg: 8.000 Stufen führen bis zum Gipfel

Auch wenn der Ort oft einfach nur als Fanjing-Tempel bezeichnet wird, handelt es sich in Wirklichkeit um zwei voneinander getrennte Bauwerke und Tempelanlagen, die nur über eine kleine Brücke verbunden sind. Diese überbrückt den einladend klingenden “Abgrund des Goldenen Schwertes”. Die beiden buddhistischen Tempel repräsentieren unterschiedliche Phasen der Geschichte: die Gegenwart und die Zukunft.

Um die Tempel zu erreichen, müssen insgesamt 8.000 Stufen erklommen werden. Der Weg führt dabei, analog zur buddhistischen Analogie, erst zum Tempel der Gegenwart und dann über die Brücke zum Tempel der Zukunft.

Großer Artenreichtum

Während des Treppenaufstiegs sollten laut Odditycentral mehrere Pausen eingeplant werden. Und das nicht nur um wieder zu Atem zu gelangen: Denn der Aufstieg hält bereits eine atemberaubende Aussicht bereit.

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Zu sehen gibt es eine artenreiche Flora und Fauna, subtropische Laub- und Nadelwälder, zahlreiche gefährdete Pflanzen, wie den “Saphir-Drachenbaum”, aber auch vom Aussterben bedrohte Tierarten wie den Chinesischen Riesensalamander und das Chinesische Moschustier. Dazu lassen sich auf dem Weg jahrhundertealte Inschriften zu entdecken, die ebenfalls bis in die Ming-Dynastie zurückreichen.

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