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Egal ob 1.000 Euro oder 10.000 Euro Dividende: Achte auf diese 3 Dinge und du erreichst dein Ziel schneller!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
Aktien und ETfs in der Corona Krise zum Vermögensaufbau nutzebn

Als Einkommensinvestor ist es gewiss nicht vermessen, in großen Dimensionen zu denken. Die ersten 1.000 Euro oder auch die ersten 10.000 Euro an passiven Einkünften können dabei wichtige Etappenziele sein. Vielleicht sogar bei ambitionierteren Plänen wie der finanziellen Freiheit.

Dennoch wird man auch für solche Meilensteine ein gewisses Durchhaltevermögen benötigen. Selbst für eine vierstellige Dividende braucht man schließlich ein mindestens fünfstelliges Portfolio. Entsprechend ist Geduld ein wichtiger Wegbegleiter.

Allerdings existieren auch einige Tricks, durch die man womöglich schneller an sein Ziel kommt. Lass uns im Folgenden daher auf drei wichtige Aspekte schauen, die dir behilflich sein können.

Reinvestiere, solange es geht!

Ein erster Katalysator, den man solange es geht bedienen sollte, sind dabei die Reinvestitionen. Die ersten 1.000 Euro oder auch 10.000 Euro an Dividendeneinkünften fallen schließlich nicht vom Himmel. Nein, es ist ein Prozess, bis man solche Ziele erreichen wird. Ein Prozess, bei dem man auch zwischendurch Dividenden erhalten wird.

Diese sollte man wiederum stets weiter investieren. Selbst weitere 100 Euro, die man zusätzlich investieren kann, führen im ersten Jahr bei einer Dividendenrendite von durchschnittlich 3 % zu weiteren 3 Euro. Klingt wenig, im Endeffekt erhöht man aber auch so konsequent seine Einkommensbasis.

Reinvestitionen sind dabei ein effektiver Schritt, um den Zinseszinseffekt bei Dividendenaktien walten zu lassen und den passiven Vermögensaufbau zu beschleunigen. Zudem sollte man den Effekt nicht unterschätzen: Sofern man beispielsweise selbst jeden Monat 200 Euro investieren kann, wären weitere 100 Euro in einem Jahr ein „halber Monat“, den man zusätzlich investieren kann. Und die Tendenz hier wächst von Jahr zu Jahr weiter mit.

Achte auf das Ausschüttungsverhältnis

Ein zweiter Trick, der viel Sicherheit bedeuten kann, ist, stets auf das Ausschüttungsverhältnis zu achten. Gerade jetzt in den wirtschaftlich unsicheren Zeiten zeigt sich ein weiteres Mal: Leider sind Dividenden niemals zu 100 % sicher. Selbst stabile und historisch zuverlässige Zahler kürzen oder streichen in diesem Jahr die Dividende.

Ein solcher Schritt kann einen bei seinen Zielen der passiven Einkünfte deutlich zurückwerfen. Fehlende oder ausbleibende Dividenden führen schließlich zu Renditeeinbußen. Oder auch dazu, dass weniger reinvestiert werden kann. Sowie zu einer grundsätzlichen Frage, wie sicher eigentlich das eigene passive Einkommen ist.

Eine Kennzahl, die dabei behilflich sein kann, ist das Ausschüttungsverhältnis. Absolute Sicherheit wird man hierdurch zwar auch nicht erhalten. Sofern der Wert jedoch niedrig ist, ist die Dividende vermutlich nachhaltiger. Selbst ein Einbruch im Zahlenwerk könnte kompensiert und die Ausschüttung stabil gelassen werden.

Zu guter Letzt könnte ein niedriges Ausschüttungsverhältnis außerdem auf weitere Potenziale einer Dividende hinweisen. Gerade wenn die Zeiten wieder etwas solider werden, könnte bei solchen Dividendenaktien womöglich die Dividende noch signifikant steigen.

Investiere regelmäßig

Es klingt eigentlich nicht so recht wie ein Trick, aber auch das regelmäßige Investieren kann dir langfristig dabei behilflich sein, deine Dividendeneinkünfte massiv zu steigern. Wobei „regelmäßig“ im Grunde genommen jede Marktphase umfasst.

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten beispielsweise wird die Bewertung vieler Aktien günstiger. Und die Dividendenrenditen steigen entsprechend. Gerade in einer solchen Phase kann man seinen Einkünften einen ordentlichen Schub verleihen. Wobei es natürlich gilt, Quantität von Qualität zu trennen. Denn wie gesagt, jetzt trennt sich teilweise erneut die Spreu vom Weizen.

Doch auch in besseren Tagen sollte man nicht aufhören. Im Endeffekt weiß schließlich niemand, wann es erneut zu einer Korrektur kommen wird. Oder ob wir womöglich erneut vor einer jahrelang anhaltenden Hausse stehen werden. Eine solche Phase auszusetzen, weil man auf günstigere Kurse wartet, könnte daher dafür sorgen, dass man viel seines passiven Einkommenspotenzials verpasst.

Setze dir Ziele – und erreiche sie!

Ein passives Einkommen von 1.000 oder auch 10.000 Euro kann daher durchaus realistisch sein. Aus eigener Kraft kann ein Portfolio generiert werden, das solche Renditen zumindest auf Jahresbasis abwirft. Es liegt an dir, es in die Tat umzusetzen.

Das Reinvestieren, das Achten auf das Ausschüttungsverhältnis und eine gewisse Regelmäßigkeit können dir dabei behilflich sein. Vielleicht kannst du so die eine oder andere Etappe sogar früher erreichen, als du gedacht hättest.

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