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Schumacher-Kritik nervt Ecclestone: "Wenn Michael hier wäre ..."

Schumacher-Kritik nervt Ecclestone: "Wenn Michael hier wäre ..."
Schumacher-Kritik nervt Ecclestone: "Wenn Michael hier wäre ..."

Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gefällt der Umgang von Haas-Teamchef Günther Steiner mit Mick Schumacher nicht, wenngleich die Performance des deutschen Piloten grundsätzlich „schwer zu bewerten“ sei.

„Wir wissen nicht, wie gut oder schlecht das Auto ist. Es macht einen großen Unterschied, ob der Stil vom Auto zu seinem Fahrstil passt oder nicht“, sagte Ecclestone in einem Interview mit RTL und ntv. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Steiners öffentliche Kritik gegenüber Mick Schumacher, die er vor dem Rennen in Baku äußerte, hält der 91-Jährige für den völlig falschen Ansatz: „Er braucht keine Leute, die ihm das ständig sagen. Er braucht jemanden, der ihm hilft und ihn nicht zu viel kritisiert.“

Zudem vermutet Ecclestone, dass Schumacher in der schwierigen Lage die Anwesenheit seines Vaters Michael fehle. „Wenn Michael hier wäre, würde er Günther (Steiner, Anm. d. Red.) zeigen, wo es langgeht. Das würde sehr helfen“, legte er sich fest. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Ecclestone: Schumacher „hat die Fähigkeit“

Schumachers Potenzial ist laut Ecclestone unbestritten: „Er hat die Fähigkeit. Und ich bin mir sicher, dass es sein Wille ist. Es geht darum, ob es ein Team gibt, das ihn nehmen und versuchen will, sicherzugehen: Ist er so gut wie sein Vater?“

Als einziger Stammpilot neben Nicolas Latifi wartet der Haas-Fahrer noch auf einen Zähler in dieser Saison. Zuletzt war Schumacher in Kanada auf Kurs zum ersten Top-Ten-Resultat, schied allerdings nach dem ersten Renndrittel mit technischen Problemen aus.

Der ehemalige Formel-1-Boss würde „ihn gerne mal in einem wettkampffähigeren Auto sehen“ und nannte den früheren Mercedes als ein passendes Beispiel. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Vettel wird zu politisch

Auch zur Situation von Sebastian Vettel hat sich Ecclestone zu Wort gemeldet. Vor allem dessen regelmäßige Protestaktionen für Umwelt- und Klimaschutz sowie die Thematisierung von gesellschaftlichen Problemen ist ihm aber ein Dorn im Auge.

„Er ist nicht so konzentriert. Früher, als er Rennen gewann, wusste er nicht, was in der Welt vorgeht und kümmerte sich nicht drum“, erklärte er und schob nach: „Nun kümmert er sich und denkt an die Zukunft der Welt. Ich finde, er hat zwar recht, aber ich glaube nicht, dass er seine Position nutzen sollte aus diesem Grund.“

In fahrerischer Hinsicht zählt Vettel für Ecclestone immer noch zu den Besten: „Es geht um all die Dinge hinter ihm, die es nicht einfach machen, wieder zu dem zu werden, der er war.“

Der Heppenheimer solle sich wieder „zu eine Millionen Prozent auf die Formel 1 konzentrieren.“ Selbst ein weiterer WM-Titel wäre nicht ausgeschlossen. „Ich würde ihn gerne in einem anderen Auto mit Max Verstappen sehen. Es wäre auch gut für ihn. Champions wie Vettel sollten aufhören, wenn sie an der Spitze sind“, befindet er. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

An einen Rücktritt des viermaligen Weltmeisters am Saisonende glaubt Ecclestone nicht: „Nun, ich denke, sie (Aston Martin; Anm. d. Red) sind glücklich mit ihm im Team. Alle sind glücklich mit ihm. Es geht darum, ob er sich entschieden hat, Politiker oder Formel-Eins-Fahrer zu sein.“

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