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Easyjet erwartet herben Verlust – Dividende soll ausfallen

·Lesedauer: 2 Min.

Die Auswirkungen der Coronakrise haben der britischen Airline massiv geschadet. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr traut sich Easyjet nicht zu.

Angesichts der angespannten Finanzlage rät der Verwaltungsrat davon ab, für das abgelaufene Jahr eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Foto: dpa
Angesichts der angespannten Finanzlage rät der Verwaltungsrat davon ab, für das abgelaufene Jahr eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Foto: dpa

Die Corona-Pandemie drückt den britischen Billigflieger Easyjet erstmals seit der Gründung vor 25 Jahren in die roten Zahlen. „Dieses Jahr wird das erste Mal in unserer Geschichte sein, dass Easyjet auf das ganze Jahr gerechnet einen Verlust verzeichnet“, erklärte Konzernchef Johan Lundgren am Donnerstag.

Das Minus für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2019/20 dürfte bei 815 bis 845 Millionen Pfund (umgerechnet 894 bis 927 Millionen Euro) liegen. Deshalb soll die Dividende ausfallen. Wegen der Reisebeschränkungen dürften bis Ende des Jahres wohl nur 25 Prozent der Kapazitäten ausgelastet sein.

Maßnahmen im Kampf gegen die Virus-Pandemie hatten im Frühjahr den Flugverkehr weltweit weitgehend lahmgelegt. Wegen steigender Corona-Infektionszahlen und neuer Reiseeinschränkungen samt Quarantäne-Regeln lief der Flugbetrieb dann deutlich langsamer an als von der Branche erhofft und sorgte für weitere Liquiditätsengpässe bei den Airlines.

Um die Pandemie bisher zu überleben, hat Easyjet von der britischen Regierung ein Darlehen über 600 Millionen Pfund aufgenommen, 4500 Jobs abgebaut, 608 Millionen Pfund aus dem Verkauf von Flugzeugen eingenommen und Aktionäre für 419 Millionen Pfund angezapft.

Der Konzern signalisierte, dass er vielleicht noch mehr tun müsse. „Wie bereits erwähnt, wird Easyjet seine Liquiditätsposition weiter regelmäßig überprüfen und bei Bedarf weitere Finanzierungsmöglichkeiten, einschließlich Sale-and-Lease-Backs, prüfen.“

Jüngsten Medienberichten zufolge hat die Airline bei der Regierung in London bereits für weitere Hilfen vorgefühlt, sollte die Coronakrise den Flugplan weiter ausdünnen. Lundgren betonte mit Blick auf die gesamte Airline-Branche, die Regierung „muss dringend ein maßgeschneidertes Maßnahmenpaket auf den Weg bringen“. Endgültige Zahlen will Easyjet am 17. November vorlegen, der Aktienkurs lag am Vormittag rund drei Prozent im Minus.