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DWD-Präsident: Es gab 'sehr frühzeitig erste Hinweise' auf Ahr-Flut

·Lesedauer: 2 Min.

MAINZ (dpa-AFX) - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach Einschätzung seines Präsidenten Gerhard Adrian vor dem Hochwasser an der Ahr "sehr frühzeitig erste Hinweise" gegeben. Schon am 11. Juli habe es eine erste Vorabinformation über ein größeres Niederschlagsgebiet gegeben, sagte der Meteorologe am Freitag im Untersuchungsausschuss Flutkatastrophe des rheinland-pfälzischen Landtags. Am Vormittag des 13. Juli sei eine extreme Unwetterwarnung herausgegeben worden. "Davon geben wir pro Jahr nur ganz wenige heraus."

"Ich bin überzeugt, dass der Wetterdienst nach dem Stand von Wissenschaft und Technik gearbeitet hat und auch unsere Produkte so rausgegangen sind." Für die Bewertung, was mit dem Wasser am Boden passiere, habe der DWD aber keine Kompetenz. Die Wetterdienste diskutierten international, wie weit die nationalen Wetterdienste Aussagen über Auswirkungen machen sollten, sagte Adrian, der auch Vorsitzender der Weltorganisation für Meteorologie ist. "Das können wir eigentlich nicht."

Vom 11. bis 15. Juli seien nicht nur im nördlichen Rheinland-Pfalz und dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen, sondern auch im Schwarzwald erhebliche Niederschlagsmengen gefallen, es sei dort aber viel weniger passiert. Dies zeige, dass lokale Gegebenheiten ausschlaggebend seien.

Es werde darüber diskutiert, die hydrologischen Behörden stärker in die Entwicklung des DWD mit einzubeziehen. Mit Blick auf die Warntexte des Wetterdienstes sagte der Chef der Bundesbehörde, es werde auch diskutiert, "wie entwickeln wir die Kommunikation weiter", damit die Kunden die Informationen besser verstünden.

Aufgrund des bereits stattgefundenen Klimawandels sei ein solches Ereignis wie an der Ahr, das seltener als alle 100 Jahre ist, um den Faktor 1,9 bis 8 wahrscheinlicher geworden. "Man muss damit rechnen, dass so etwas in Mitteleuropa immer häufiger vorkommt."

Der DWD habe sein Warnsystem auf Gemeindeebene und in großen Städten auf Stadtteilebene ausgeweitet, insgesamt gebe es rund 10 000 Warngebiete, berichtete Adrian. Dazu komme ein geschlossenes Feuerwehrinformationssystem für die Blaulichtorganisationen mit zusätzlichen Hintergrund-Informationen auch hydrologischer Art. Die Bevölkerung habe über das Internet und die Warnwetter-App Zugang, für die Hintergrund-Informationen darin müssten die Bürger nach einem Beschluss des Deutschen Bundestages aber einmalig zwei Euro bezahlen.

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