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"Dryish January": Ein britischer Arzt über seine Tricks, zumindest weniger Alkohol zu trinken

Nach der Weinnachtzeit und Silvester versuchen viele Menschen im "Dry January" einen Monat lang keinen Alkohol zu trinken.  - Copyright: picture alliance/dpa | Silas Stein
Nach der Weinnachtzeit und Silvester versuchen viele Menschen im "Dry January" einen Monat lang keinen Alkohol zu trinken. - Copyright: picture alliance/dpa | Silas Stein

Viele Menschen nehmen den Neujahrsbeginn zum Anlass, ihren Lebensstil zu ändern und sich neue Gewohnheiten anzueignen. Wir haben alle Freunde, die sich dann vornehmen, nicht mehr zu rauchen, mehr Sport zu machen oder weniger Alkohol zu trinken. Im "Dry January" versuchen viele ohnehin, einen Monat lang gar keinen Alkohol zu trinken.

Für alle, die auf Alkohol nicht verzichten wollen, aber dennoch ihren Alkoholkonsum reduzieren, haben wir folgende Tipps, die der britische Arzt Max Pemberton in einer Kolumne der "Daily Mail" aufgeschrieben hat.

Wieso weniger trinken?

Die erste oder zweite Bierflasche genieße man mehr als die fünfte oder sechste Bierflasche: So fasst Pemberton zusammen, wieso er ein Leben mit weniger Alkoholkonsum vorziehe. Wenn man nicht (oder nicht so viel) trinke, seien die Abende amüsanter, man schlafe besser und habe keinen Kater am nächsten Tag.

Durch seine Arbeit als Arzt kommt Pemberton mit vielen Menschen in Kontakt. Er sagt, er staune, wenn er sehe, wie Menschen im fortgeschrittenen Alter teils massive Gedächtnislücken und kognitive Probleme entwickelten, weil sie ihr ganzes Leben regelmäßig zu viel Alkohol getrunken haben – "jahrzehntelanger Alkoholkonsum kann einen leicht heimsuchen", wie er schreibt.

Um grundsätzlich weniger zu trinken, müsse man seinen Lebensstil dementsprechend ändern. Der britische Arzt selbst hat die folgenden Regeln dazu angewandt:

Limitiert eure Trinkgelegenheiten

Weniger zu trinken, bedeutet auch seltener zu trinken. Laut Pemberton hilft es immens, wenn man tagsüber nichts trinkt. Zudem bedeutet bei ihm ein Bier beim Abendessen mit den Freunden automatisch den Verzicht auf den Wein beim Theaterbesuch am nächsten Tag.

Findet Alternativen zu Alkohol

Ihr könnt einen Abend oder eine Party auch ohne Alkohol genießen – so ist laut dem Arzt Tonic Water auch ohne Gin lecker. Alkoholfreie Weine sind laut Pemberton ebenfalls gut. Er empfiehlt, am besten immer gleich die Alternative auf Partys mitzunehmen.

Nicht-Trinkgenossen sind immer gut

So wie die Trinkgenossen beim Trinken immer da sind, können euch eure Nicht-Trinkgenossen helfen, wenn ihr weniger trinken wollt. Oft freuen sich Freunde oder Familienmitglieder über den Impuls, weniger Alkohol zu trinken – und machen mit. Wenn ihr niemanden in eurem unmittelbaren Umfeld habt, dann könnt ihr zumindest in den sozialen Medien Unterstützung finden.

Trinkt nicht aus Stress oder Langeweile

Viele Menschen trinken, wenn es ihnen nicht gut geht, wenn sie gestresst sind oder einfach Langweile haben. Doch mit Alkohol ist man nicht unbedingt entspannter. Wenn Alkoholkonsum zu einem Bewältigungsmechanismus in stressigen Zeiten wird, ist das gefährlich und kann dazu führen, dass man langfristig immer mehr und immer öfter trinkt. Das solltet ihr vermeiden.

Macht eine Pause zwischen den Drinks

Wenn ihr dagegen einen Erfolg feiern wollt, ist ein Drink dem Arzt zufolge in Ordnung. Ebenso auf der Geburtstagsfeier eines Freundes, einer Freundin oder eines Familienmitglieds. Wenn ihr einen zweiten Drink haben wollt, dann solltet ihr aber eine Pause einlegen. Wenn ihr nach dem letzten Bier 20 Minuten verstreichen lasst, könnt ihr erkennen, ob ihr wirklich noch ein weiteres haben wollt.

Beugt euch nicht dem Druck eurer Freunde

Dass manche Freunde es nicht verstehen wollen, dass ihr weniger trinken wollt, ist nicht euer Problem, sondern ihres. Macht klar, dass eure Entscheidungen und Grenzen respektiert werden sollten. Falls sie das nicht tun, könnt ihr ruhig Abstand nehmen.

Führt ein Tagebuch

Entscheidungen zu reflektieren, ist für ein erfolgreiches Leben von großer Bedeutung. Wenn ihr fühlt, wie es euch mit der Zeit immer besser geht, werdet ihr die Geldausgaben und den Kater am nächsten Tag nicht vermissen. Solche positiven Dinge, die ihr in einem Tagebuch aufschreibt, werden euch weiter motivieren.

Ihr könnt euch immer Hilfe suchen

Falls ihr immer wieder scheitert, wenn ihr weniger trinken wollt – sucht euch Hilfe! Ihr könnt mit einem Freund oder einer Freundin darüber reden oder auch mit dem Hausarzt oder Hausärztin. Auch Portale wie Kenn-Dein-Limit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung können Hilfestellung und Orientierung bieten.

Alkohol Kollegen
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