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Druck auf die Inflation nimmt ab: Die Erzeugerpreise steigen im Oktober deutlich langsamer

Dass die Erzeugerpreise weiter steigen, ist kein gutes Signal für die Entwicklung der Inflation in Deutschland. - Copyright: Picture Alliance
Dass die Erzeugerpreise weiter steigen, ist kein gutes Signal für die Entwicklung der Inflation in Deutschland. - Copyright: Picture Alliance

Der Druck auf die allgemeine Inflation in Deutschland nimmt weiter ab. Die Erzeugerpreise der Unternehmen lagen im Oktober zwar immer noch um deutliche 35,4 Prozent über dem Vorjahr. In den beiden Vormonaten waren die Preise auf dieser Stufe aber um jeweils 45,8 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Im Monatsvergleich Oktober zu September gingen die Erzeugerpreise nun sogar um 4,2 Prozent zurück. Dies war der erste Rückgang seit Mai 2020, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Die Erzeugerpreise bilden die Preise für gewerbliche Produkte ab. Sie zeigen damit den Inflationsdruck auf vorgelagerten Wirtschaftsstufen. Die allgemeine Inflationsrate für Deutschland bezieht sich auf die Verbraucherpreise. Daran orientiert sich auch die Europäische Zentralbank bei ihren Zinsentscheidungen. Steigende Erzeugerpreise kommen zum Teil bei den Verbraucherpreisen an.

Nach wie vor werden die Erzeugerpreise am stärksten von der Energie beeinflusst. Dies gilt sowohl für den starken Anstieg zum Vorjahr, als auch für den Rückgang zum Vormonat. Zum Vorjahr stiegen die Energiepreise im Oktober im Mittel um 85,6 Prozent. Im Vergleich zum September sanken die Energiepreise dagegen um 10,4 Prozent.

Auch ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Erzeugerpreise im Oktober langsamer. Der Anstieg betrug 13,7 Prozent nach 14 Prozent in den Vormonaten.

Die Preise für Verbrauchsgüter der Unternehmen waren im Oktober 2022 um 19 Prozent höher als im Oktober 2021. Getrieben wurden sie vor allem von Nahrungsmitteln (plus 25,1 Prozent). Die Preise für pflanzliche Öle waren zwar noch um 28,8 Prozent höher als im Oktober 2021, im Vormonatsvergleich sind sie nun allerdings zum fünften Mal in Folge gesunken.

Vorleistungsgüter waren um 15,9 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen verteuerten sich um 32,8 Prozent. Besonders hoch waren die Preisanstiege bei Düngemitteln und Stickstoffverbindungen mit 113 Prozent. Das für die Düngemittelherstellung wichtige Vorprodukt Ammoniak kostete sogar 182 Prozent mehr.

Mehr als verdoppelt haben sich auch die Preise für Pellets und Briketts aus Sägenebenprodukten mit einem Plus von 151 Prozent. Dagegen sank der Holzpreis zum Vorjahr um 12,5 Prozent.

Investitionsgüter kosteten 7,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Den höchsten Einfluss hatten hier Preissteigerungen für Maschinen mit einem Plus von 9,5 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise unter anderem für Turbinen und Ventilatoren.

DPA/ro