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Druck zu groß: Nakagami bei Rennsturz in Runde eins "außer Kontrolle"

Juliane Ziegengeist
·Lesedauer: 3 Min.

Nach seinen starken Leistungen in den Trainings und der Pole-Position am Samstag war Takaaki Nakagami als einer der Favoriten in das zweite Aragon-Rennen der MotoGP gegangen. Doch nur wenige Meter nach dem Start war die Fahrt für den LCR-Honda-Piloten bereits zu Ende.

Ein Sturz in Kurve 5 der ersten Runde machte alle Hoffnungen des Japaners auf sein erstes Podest in der Königsklasse zunichte. "Es war so eine Schande", sagt der 28-Jährige. "Ich bin wirklich enttäuscht von mir selbst, aber zum Glück geht es mir gut. Ich habe keine Verletzung und das ist gut so, denn wir haben noch drei Rennen vor uns."

Den Crash nimmt Nakagami ganz allein auf seine Kappe: "Vor dem Rennen habe ich zum ersten Mal unglaublichen Druck von außen gespürt, und ich bin damit nicht zurechtgekommen. Das ist also der Grund, warum ich einen dummen Fehler gemacht habe, und das war's. Daraus muss ich für die Zukunft lernen."

Zu viel gewollt: Rennsturz "ein dummer Fehler"

Am Start hatte der LCR-Pilot seine Führung von der Pole noch erfolgreich gegen den späteren Rennsieger Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) verteidigen können. "Ich wusste, dass Franco hinter mir war und deshalb musste ich die Tür in Kurve 1 schließen, und in allen Kurven habe ich versucht, die Position zu halten."

"Beim Anbremsen auf Kurve 5 war ich dann etwas außen und bremste zu scharf, woraufhin das Vorderrad blockierte und ich gestürzt bin. Es war ein so dummer Fehler, und ich weiß nicht, warum ich das in diesem Moment gemacht habe", ärgert sich Nakagami.

"Es kam für mich etwas überraschend, dass ich in dieser Kurve einen Sturz hatte, denn beim ganzen Training hatte ich nie dieses Gefühl. Aber im Rennen war ich vielleicht zu nervös", erzählt er weiter. "Ich versuchte einfach nur, einen guten Start zu machen und in allen Kurven stark zu sein, um so schnell wie möglich wegzufahren. Das war das Einzige, was mir durch den Kopf ging."

Positive Erkenntnisse aus Aragon überwiegen

Dass er dabei übers Ziel hinausschoss, sieht der Japaner jetzt ein: "Ich kann nur eines sagen: Ich war zu schnell, und ich konnte die Geschwindigkeit nicht kontrollieren, auch den Bremsdruck nicht. Ich war außer Kontrolle", gesteht er sich selbst ein.

Etwas Positives kann Nakagami aber trotz seines frühen Rennsturzes aus dem Wochenende mitnehmen. "Es war ein schönes Gefühl, auf der Pole-Position zu stehen", schwärmt er. Seit Makoto Tamada in Valencia 2004 war das in der Königsklasse keinem Japaner mehr gelungen.

"Es war so ein tolles Gefühl, aber es war auch ein unglaublicher Druck. Zum ersten Mal stand ich auf der Pole, zum ersten Mal führte ich ein Rennen an, wenn auch nur für zehn Sekunden. Jetzt kann ich sagen, es war ein wirklich schönes Gefühl, und ich muss aus diesem Fehler lernen, und ich denke, das ist der Kernpunkt für meine Zukunft."

Nakagami: "Können noch viele Rennen gewinnen"

"Wenn ich aus dem Fehler lerne, glaube ich, dass unsere Zukunft rosig ist", sagt Nakagami. "Wenn ich andererseits den gleichen Fehler wieder mache, wird es eine Katastrophe sein. Das ist für mich der springende Punkt. Ich versuche, stark und positiv zu sein."

Deshalb will sich der LCR-Pilot, dass nächste Mal, wenn er auf der Pole-Position steht, an sein Gefühl in Aragon und den Fehler in der ersten Runde erinnern, um mit dem Druck besser umzugehen. "Hier konnte ich ihn leider nicht kontrollieren, aber wenn mir das gelingt, werden wir in Zukunft viele Rennen gewinnen können."

In der WM ist Nakagami durch seinen Nuller auf Platz sieben abgerutscht und hat jetzt 45 Punkte Rückstand. "Die Meisterschaft ist mir egal", sagt er vor den letzten drei Rennen im Kalender. "Es interessiert mich auch nicht, wer die Meisterschaft gewinnt. Ich will das jetzt einfach nur noch für mich selbst genießen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.