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Drosten: Medien müssen Corona-Berichterstattung aufarbeiten

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Der Virologe Christian Drosten hat die deutschen Medien zu einer kritischen Reflexion ihrer Arbeit in der Corona-Pandemie aufgerufen.

"Wir werden noch lange zu knabbern haben an der Aufarbeitung der Pandemie. Eine Nachbesinnung ist nicht nur in der Politik und der Wissenschaft, sondern unbedingt auch im Journalismus nötig", sagte der bekannte Experte am Donnerstagabend bei der Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises für Fernsehjournalismus in Köln. "Unsere Realität ist das, was die Medien uns spiegeln." Hierin liege eine immense Verantwortung.

Prof. Dr. Chfristian Drosten bei einer Bundespressekonferenz
Prof. Dr. Chfristian Drosten bei einer Bundespressekonferenz. (Bild: REUTERS/Fabrizio Bensch/Pool)

Die Journalisten sollten sich zum Beispiel fragen, wieviel Zuspitzung und Personalisierung möglich sei. "Darf es in den Unterhaltungsformen des Journalismus ein "Teile und Herrsche" geben, also das Teilen von Meinungen zur Beherrschung eines Marktanteils?", fragte Drosten. "In einer Pandemie kostet unverantwortliches Handeln Menschenleben", mahnte er.

Drosten hielt die Laudatio auf den Filmregisseur Carl Gierstorfer, dessen Doku-Serie "Charité intensiv - Station 43" des Rundfunks Berlin-Brandenburg mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis augezeichnet wurde. Die vierteilige Reihe dokumentiert die Arbeit auf der Intensivstation der Berliner Universitätsklinik in der Coronazeit. Drosten ist selbst Institutsdirektor an der Charité.

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