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Droht Chaos am Frankfurter Flughafen? Verdi ruft Wisag-Beschäftigte zum Warnstreik auf — Bodendienstleister sagt, es habe "konstruktive Gespräche" gegeben

·Lesedauer: 2 Min.
Unter anderem für die Verladung der Koffer sind Bodenverkehrsdienstleister zuständig.
Unter anderem für die Verladung der Koffer sind Bodenverkehrsdienstleister zuständig.

Die Gewerkschaft Verdi hat rund 600 Beschäftigte von zwei Gesellschaften des Bodendienstleisters Wisag für den morgigen Freitag zu einem Warnstreik am Frankfurter Flughafen aufgerufen. Die Mitarbeiter sollen zwischen 7 und 22.30 Uhr ihre Arbeit niederlegen. Der Streikaufruf liegt Business Insider vor.

Dort spricht Verdi von "monatelangen Verhandlungen" und davon, dass Wisag drohe, die Zuschläge der Beschäftigten zu kürzen. Die Gewerkschaft fordert demnach eine Corona-Prämie in Höhe von 1500 Euro netto für das Jahr 2021, eine Lohnerhöhung in Höhe von 90 Euro auf die Gehaltstabelle ab dem kommenden Jahr sowie keine Verschlechterung bei den Zuschlägen.

Das Personal von Bodendienstleistern fertigt das Gepäck verschiedener Airlines ab, be- und entlädt sowie enteist und betankt die Flieger. Außerdem arbeiten die Angestellten als Sicherheitspersonal sowie im Check-in. Laut Verdi bedient Wisag rund 15 Prozent des Betriebs am Frankfurter Flughafen.

Arbeitgeber: Streikaufruf "kurzfristig und überraschend"

Der Arbeitgeber Wisag zeigt sich auf Nachfrage von Business Insider irritiert vom Vorgehen der Gewerkschaft. Die Verhandlungen für einen neuen Mantel- und Haustarifvertrag liefen aus Arbeitgeber-Sicht "konstruktiv". Der Aufruf zum Warnstreik sei "kurzfristig und überraschend" gekommen.

Wisag-Geschäftsführer Michael Richter sagte zu Business Insider: „Wir halten diesen Streik – noch dazu so kurzfristig angekündigt – für den vollkommen falschen Weg, um die Corona-Krise, die alle Firmen und Mitarbeiter der Luftfahrt trifft, gemeinsam zu bewältigen. Erste klar formulierte Vorstellungen von Verdi zu Tariferhöhungen liegen uns seit Ende voriger Woche vor." Man habe den Tarifpartnern sieben konkrete Termine für kurzfristige Verhandlungen noch im November angeboten und Bereitschaft gezeigt, schnell und reibungslos Lösungen zu finden. Daher finde Richter den angekündigten Streik "unangemessen und unverhältnismäßig".

Wisag will laut eigenen Angaben am Freitag "im Rahmen des Möglichen versuchen, den Auswirkungen dieser Streikmaßnahmen durch Personalverlagerungen von anderen Standorten und aus der Konzernzentrale entgegenzuwirken." Dennoch seien Verspätungen im Flugverkehr des Frankfurter Flughafens nicht ausgeschlossen.

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