Suchen Sie eine neue Position?

Drogen am Steuer werden hart bestraft

München (dapd). Bei Fahren unter Drogeneinfluss drohen harte Strafen. "Schon geringer Drogenkonsum kann bei Verkehrskontrollen und Unfällen von der Polizei durch Schnelltests in Schweiß, Speichel oder Urin nachgewiesen werden", warnt Verkehrsmedizinerin Sabine Löhr-Schwaab, vom TÜV Süd in München vor Drogenfahrten. Nachfolgende Bluttests im Krankenhaus oder auf der Polizeiwache sicherten den Nachweis rechtlich ab.

Einen Grenzwert für die Fahrtüchtigkeit gebe es nicht, erläutert die Medizinerin. Schon der Nachweis einer geringen Drogenkonzentration im Blut könne zu hohen Strafen führen. Wer beim Fahren unter Drogeneinfluss ertappt wird, dem drohen eine Geldbuße von bis zu 1.500 Euro, bis zu drei Monate Fahrverbot und vier Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister.

Wenn Anzeichen von Fahrunsicherheit vorliegen oder es unter Drogeneinfluss zu einem Verkehrsunfall kommt, macht sich der Fahrer zudem strafbar. Dann drohen Freiheitsstrafen, Führerscheinentzug, hohe Geldstrafen und gegebenenfalls Schadenersatzforderungen.

dapd