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Im dritten Quartal wurde wieder mehr gearbeitet

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NÜRNBERG (dpa-AFX) - Nach einem Rückgang der Arbeitszeit in den ersten Wellen der Corona-Krise ist in Deutschland im dritten Quartal wieder mehr gearbeitet worden. Das Arbeitsvolumen sei über den Sommer um 2,4 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal gestiegen, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag in Nürnberg auf der Grundlage seiner Arbeitszeitrechnung mit. Insgesamt seien in Deutschland in dem Vierteljahr von Juli bis September 15,8 Milliarden Arbeitsstunden geleistet worden, jeder Erwerbstätige habe im Schnitt 351 Stunden gearbeitet.

Im Vergleich zum zweiten Quartal sei das Volumen - saison- und kalenderbereinigt - um 3,2 Prozent gestiegen, hieß es weiter. Trotz der deutlichen Erholung liege das Arbeitsvolumen noch 1,5 Prozent niedriger als im dritten Quartal 2019, vor der Covid-19-Krise.

Die Zahl der Erwerbstätigen sei im dritten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal um 270 000 gestiegen und habe knapp 45,1 Millionen Personen betragen. Der Anstieg gegenüber dem zweiten Quartal fällt mit 0,4 Prozent klein aus. Im Vergleich zum dritten Quartal 2019 lag die Zahl der Erwerbstätigen um 0,7 Prozent niedriger.

"In Deutschland wird zwar noch nicht wieder ganz so viel gearbeitet wie vor der Krise, das Arbeitsvolumen hat sich aber deutlich erholt. Das liegt an mehr Jobs, weniger Kurzarbeit und wieder mehr Überstunden", sagte der Leiter des Forchungsbereichs "Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen" beim IAB, Enzo Weber.

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