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Auch dritte Runde der Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe ohne Ergebnis

Bauarbeiten an einem Gebäude in Berlin

Die Tarifverhandlungen für die rund 850.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe sind auch in der dritten Runde ohne Ergebnis geblieben. Die Verhandlungen seien abgebrochen worden, teilten die Arbeitgeber am Donnerstag mit. Die Gewerkschaft erkenne die Entwicklung der baukonjunkturellen Lage "in keinster Weise" an. Stark umstritten ist auch die Entschädigung der Wegezeiten.

Die Tarifverhandlungen werden geführt vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) auf der einen sowie der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf der anderen Seite. Die IG BAU fordert wie vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland 6,8 Prozent mehr Lohn sowie die Entschädigung für Wegezeiten. Die Gewerkschaft argumentiert, die Baubranche laufe "nach wie vor auf Hochtouren".

Das Baugewerbe dagegen verweist auf einen erwarteten Umsatzrückgang in diesem Jahr um real mindestens drei Prozent. Diese schwierige Lage der Branche müsse die Gewerkschaft erkennen. HDB-Vizepräsidentin Jutta Beeke erklärte, die Arbeitgeber wollten weiter "Lösungen in dieser schwierigen Situation suchen".