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Tischtennis-Weltpremiere in Düsseldorf

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Tischtennis-Weltpremiere in Düsseldorf
Tischtennis-Weltpremiere in Düsseldorf

In Timo Bolls „Wohnzimmer“ steigt ab Dienstag eine Tischtennis-Weltpremiere.

Das neue Turnierformat WTT Feeder feiert in den Hallen des deutschen Rekordmeisters Borussia Düsseldorf seine Einführung in den zu Jahresbeginn reformierten Wettkampfkalender des Weltverbandes ITTF.

Bereits für Januar sind an gleicher Stelle zwei weitere Auflagen geplant. Die Feeder sind die ersten internationalen Turniere in Deutschland seit den German Open Anfang 2020 in Magdeburg und dem nachfolgenden Ausbruch der Corona-Pandemie.

Die Feeder-Serie ist Teil der zu Jahresbeginn etablierten WTT-Turnierstruktur. Die Wettbewerbe in Düsseldorf bilden unterhalb der Grand Smashes genannten Topevents, den WTT-Champions-Turnieren, den WTT-Star-Contendern und der WTT-Contender-Serie die niedrigste Ebene der neuen Turnierpyramide.

Grundsätzlich sind die Feeder-Wettbewerbe als Sprungbrett für jüngere oder längere Zeit verletzte Spieler zum nächsten Level angelegt. Bei der Premiere in Düsseldorf gehören allerdings von den deutschen Assen auch die Mannschafts-Europameister Benedikt Duda (Bergneustadt) und Sabine Winter (Schwabhausen) zum Kreis der Turnierfavoriten.

Angekündigte Talente aus den Topnationen China und Japan indes mussten ihre Teilnahmen wegen der Corona-Reisebeschränkungen wieder absagen.

Der Feeder-Hub in Düsseldorf ist außerdem auch ein sportpolitisches Signal. Durch die gemeinsame Organisation der drei Turniere in der nordrhein-westfälischen Metropole versuchen der ITTF-Turniervermarkter WTT einerseits und der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) andererseits nach fast zweijährigen Differenzen eine Wiederannäherung.

Höhepunkt der Auseinandersetzungen waren vor Jahresfrist DTTB-Vorwürfe, dass die WTT-Macher auch durch intransparentes Geschäftsgebaren die Kontrolle über die ITTF übernehmen und nationale Turnierveranstaltern durch Knebelverträge übervorteilen wollten.

Als Hebel für die Kooperation in Düsseldorf wirkten auf der WTT-Seite der Mangel an geeigneten Schauplätzen aufgrund der Corona-Pandemie und im DTTB-Lager die Bemühungen um die Rückkehr internationaler Turniere nach Deutschland.

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