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Drei spannende Fonds für einen heißen November an der Börse

Florian Hainzl, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
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Mit der Präsidentschaftswahl in den USA, der Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen in Europa und weiteren Quartalszahlen könnte uns ein äußerst volatiler Monat bevorstehen. Für langfristig orientierte Anleger könnten sich dadurch interessante Einstiegsmöglichkeiten bei einigen spannenden Fonds ergeben.

Fonds sind ein zentraler Bestandteil meiner Depotzusammenstellung. Für mich kommen Produkte infrage, deren Managementteams unter Beweis gestellt haben, dass sie den Markt schlagen können. Außerdem muss der Anlageansatz der einzelnen Fonds überzeugend sein. In diesem Artikel stelle ich dir drei Fondsprodukte vor, die diese Kriterien erfüllen und bei denen ich auf günstigere Einstiegskurse warte.

Der Fonds für deutsche und europäische Nebenwerte

Der Paladin One (WKN: A1W1PH) ist bisher stark durch das schwierige Jahr 2020 gekommen. Da die Fondsmanager Maschmeyer und Kurzrock gegen ihre eigenen Prinzipien den Fonds bei dem Crash im Frühjahr früh gegen die gröbsten Kursverluste absicherten und diese Bremse rechtzeitig lösten, steht die Jahresperformance bei 15,33 %. Derzeit hat man den Anteil der Liquidität wieder auf 27 % hochgefahren. Bei den Aktien sind ca. 80 % des Fondsvermögens in deutsche Nebenwerte anlegt. Als Beimischung dienen europäische Werte.

Vor dem Kauf einer Aktie werden im sechsköpfigen Team wochenlang 30-seitige Dossiers erarbeitet. In der Regel ist man in die 15 bis 25 aussichtsreichsten Titel investiert. Ich bin mir sicher, dass hier noch einige Value-Aktien warten, bei denen die Buffett-Fans nur auf die richtige Bewertung warten. Im Crashtest der Zeitschrift „Das Investment“ belegt der Fonds den ersten Platz bei den Fonds für europäische Aktien. Daher eignet er sich in meinen Augen vor allem für einen Kauf bei ersten kleineren Rücksetzern.

Der Fonds, um von der Digitalisierung zu profitieren

Der Digital Leaders Fund (WKN: A2H7N2) ist für mich dagegen ein Fall, wenn es wieder breiter abwärts geht. Mit einem Bankguthaben von knapp 9 % des Fondsvermögens ist man derzeit deutlich stärker als der Paladin One investiert. Das hat sich auch während des Einbruchs im Frühjahr gezeigt, als der Digital Leaders Fund tiefer eingebrochen ist als sein Benchmark, der MSCI World. Trotzdem steht der Fonds mit einem Zuwachs von 24,9 % heute wesentlich besser da als sein Vergleichsindex.

Das Team investiert konsequent nur in Firmen, die von der Digitalisierung profitieren. Für die Fondsmanager Imak und Waldhauser gilt das nicht nur für Unternehmen, die den digitalen Wandel ermöglichen oder über ein führendes digitales Geschäftsmodell verfügen. Auch Unternehmen aus traditionellen Branchen kommen in Betracht, insofern sie führend bei der digitalen Transformation sind. Bei der gesamten Betrachtung wird allerdings auch die Bewertung des Unternehmens nicht außer Acht gelassen, weshalb z. B. aktuell nicht die Aktie von SAP (WKN: 716460) in das Depot aufgenommen ist. Trotz der jüngsten Kursrückgänge sehen die Fondsmanager bei dem Unternehmen noch keine Schnäppchenkurse.

Medizintechnik geht immer, mit Digitalisierung noch besser

Bei der letzten Empfehlung muss man wahrscheinlich auf einen breiten Ausverkauf wie im Frühjahr hoffen, bei dem alle Aktien unabhängig von ihrer Qualität verkauft werden. Der BB Adamant Digital Health (WKN: A2JJBC) ist der optimale Fonds um von einer Digitalisierung im Gesundheitssektor zu profitieren. Dabei setzen die Fondsmanager über die Hälfte auf Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung unter 5 Mrd. USD. Der Fonds setzt damit auf Wachstumswerte, die von einer Alterung der Weltbevölkerung und einem zunehmenden Kostendruck in der Gesundheitsvorsorge profitieren.

Die Manager Blum und Fritsch beweisen mit ihren herausragenden Ratings für den breiteren und älteren BB Adamant Medtech & Services (WKN: A0RP27), dass sie die richtigen Personen sind, um diese Auswahl für Anleger zu treffen. In diesem Jahr wirkte die Corona-Pandemie als Katalysator und der Digital Health-Fonds konnte sich mit einem Wertzuwachs von 31,16 % sehr gut schlagen.

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Florian Hainzl besitzt keine der erwähnten Wertpapiere. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.

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