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Drei Gründe, warum Chinas „goldene Zeiten“ vorbei sind – und was Anleger jetzt machen sollten

Aufgrund politischer Spannungen Chinas mit dem Westen werden auf beiden Seiten immer wieder Sanktionen verhängt. - Copyright: picture alliance / CFOTO | CFOTO
Aufgrund politischer Spannungen Chinas mit dem Westen werden auf beiden Seiten immer wieder Sanktionen verhängt. - Copyright: picture alliance / CFOTO | CFOTO

"Made in China" – dieses Label hat immer noch mit einigen Vorurteilen zu kämpfen. Es ist aber auch eine allgegenwärtige Erinnerung an den beispiellosen wirtschaftlichen Erfolg des asiatischen Landes. Doch die Zeit des grenzenlosen Wachstums scheint langsam zu Ende zu gehen. Was heißt das für Investoren?

Sind die fetten Jahre für China vorbei?

Vor allem nach der Pandemie hätten Anleger ihre Hoffnungen auf China gesetzt, schreiben die drei Anlageexperten Matthias Geissbühler, Jeffrey Hochegger und Tobias Knoblich von Raiffeisen Schweiz im Magazin "Private".

Doch die Hoffnungen auf eine rasche Erholung der chinesischen Wirtschaft hätten sich weitgehend zerschlagen. Die jüngsten Daten zur Industrieproduktion und zum Konsum seien enttäuschend ausgefallen, was sich auch am chinesischen Aktienmarkt niederschlage. Zudem drücke die Immobilienkrise auf die Stimmung. Konkret gebe es drei Gründe für die Schwäche der chinesischen Wirtschaft.

 - Copyright: Raiffeisen Schweiz
- Copyright: Raiffeisen Schweiz

1. Sinkende Wachstumsraten

Während in der Vergangenheit zweistellige Wachstumsraten normal waren, ist Chinas Wirtschaft in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt nur noch um fünf Prozent gewachsen, argumentieren die Anlageexperten. Für höhere Wachstumsraten sei das Land einfach zu groß geworden.

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Zudem sei China von Exporten in den Westen abhängig, der wirtschaftliche Abschwung in Europa und den USA mache sich daher auch in China bemerkbar. Deflationäre Tendenzen und eine extrem hohe Verschuldung seien weitere Risiken für die wirtschaftliche Stabilität.

2. China vergreist zunehmend

Einer der Standortvorteile Chinas war im Aufschwung die sehr große Erwerbsbevölkerung. Heute kämpft China mit der Überalterung der Gesellschaft. Das Magazin "Private" schreibt, dass der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung steige.

Gründe dafür seien die jahrelange Geburtenkontrolle (Ein-Kind-Politik) und die steigende Lebenserwartung. Diese demografische Entwicklung führe in Zukunft zu einem Mangel an Arbeitskräften – zudem werde das Gesundheitssystem stärker belastet.

3. Geopolitische Konflikte belasten die Wirtschaft

Eine Folge der regelmäßigen politischen Spannungen zwischen dem Westen und China seien immer wieder gegenseitige Sanktionen, so die Analysten. In der Vergangenheit hätten beispielsweise die US-Präsidenten Donald Trump und Joe Biden Strafzölle auf bestimmte chinesische Produkte verhängt. China habe seinerseits bestimmte Rohstoffe nicht mehr exportiert. Eine mögliche militärische Eskalation Chinas gegen Taiwan belaste die Beziehungen ebenso wie Chinas Beziehungen zu Russland.

Wie sollen Anleger jetzt vorgehen?

Die Investmentexperten schreiben in dem Magazin, dass sie aus diesen Gründen bei Investitionen in den chinesischen Markt zurückhaltend seien. Die zyklischen und strukturellen Herausforderungen seien immens. Wenn Anleger dennoch auf China setzen wollten, können sie dies laut den Experten tun, indem sie Aktien westlicher Unternehmen mit starker Präsenz in China kaufen. Eine weitere Möglichkeit sei die Investition in ETFs oder Investmentfonds, die sich auf Schwellenländer konzentrieren.

aeh