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Drama beim letzten Schießen! Preuß verzittert Staffel-Sieg

SPORT1
·Lesedauer: 2 Min.

Die deutsche Biathlon-Staffel der Frauen hat bei der WM-Generalprobe in Antholz den Sieg nur knapp verpasst, aber mit Platz zwei dennoch viel Selbstvertrauen gesammelt.

Nach dem Triumph beim Heim-Weltcup in Oberhof überzeugten Vanessa Hinz, Janina Hettich, Denise Herrmann und Franziska Preuß über die 4x6 km auch im letzten Rennen vor den Titelkämpfen in Pokljuka (10. bis 21. Februar).

Schlussläuferin Preuß musste sich erst nach Problemen im letzten Stehendschießen geschlagen geben. "Als ich mich hingestellt habe, kam von den Füßen ein ganz blödes Wackeln", erklärte die 26-Jährige im ZDF: "Es war auf alle Fälle eine Herausforderung."

Herrmann sieht Biathlon-Staffel in WM-Form

Das russische Team (0 Strafrunden + 9 Nachlader) feierte in 1:07:32,4 Stunden den ersten Saisonsieg, das DSV-Quartett (0+6) lag nach einer starken Leistung auf dem Schießstand nur 11,0 Sekunden zurück. Auf Rang drei landete Frankreich (1+9/+21,2).

"Wir haben in den letzten Staffeln immer eine gute Leistung angeboten, hoffen wir mal, dass wir den Schwung nach Pokljuka mitnehmen können", sagte Herrmann. Das Team sei "definitiv" in WM-Form.

Preuß war im Liegendschießen ohne Fehler geblieben und mit 0,6 Sekunden Vorsprung auf die russische Schlussläuferin Uliana Kaisheva zum letzten Schießen gekommen.

Nachdem ihre Kontrahentin ihre ersten beiden Schüsse danebensetzte, war der Weg zum Sieg für Preuß eigentlich frei. Die Deutsche musste allerdings mehrfach absetzen und die Scheiben neu ins Visier nehmen.

Zwar benötigte sie trotz der Zitterpartie letztlich nur einen Nachlader, also einen weniger als die Russin. Insgesamt aber verbrachte Preuß 49,2 Sekunden am Schießstand - und damit fast zehn Sekunden mehr als Kaisheva (40,3).

Preuß sichert Platz zwei - Hinz überzeugt

Mit 8,6 Sekunden Rückstand ging Preuß auf die Schlussrunde und konnte diese dort nicht mehr wettmachen. Immerhin aber hielt sie die Französin Julia Simon problemlos hinter sich und sicherte den starken zweiten Platz.

Damit fährt die Frauen-Staffel nach einer geschlossen guten Vorstellung mit viel Selbstvertrauen zum Saisonhöhepunkt nach Slowenien. Vor allem Startläuferin Hinz, die ihre Einzel-Norm für die WM knapp verpasst hatte, und Hettich zeigten ein starkes Rennen.

Für die DSV-Frauen war es in diesem Winter das dritte Podium im vierten Rennen. In Hochfilzen hatten die deutschen Frauen, Vize-Weltmeister 2020, das einzige Mal als Vierte die Top 3 verpasst.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)