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Drägerwerk peilt nach Rückgängen und operativem Verlust wieder Wachstum an

LÜBECK (dpa-AFX) -Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk DE0005550636 peilt nach einem schwierigen Jahr wieder mehr Umsatz und die Rückkehr in die operative Gewinnzone an. Im laufenden Jahr soll der Erlös um 5,5 bis 9,5 Prozent zulegen, nachdem es im Vorjahr wegen Lieferschwierigkeiten einen deutlichen Dämpfer gegeben hatte. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern peilt das Unternehmen aus Lübeck nach Angaben vom Dienstag die Rückkehr in die Gewinnzone an, die entsprechende operative Marge soll zwischen null und drei Prozent landen. Die Dräger-Aktie legte nach den Nachrichten in einem freundlichen Markt um 2,5 Prozent zu.

Für das vergangene Jahr hatte die Dräger-Führung bereits im Oktober ihre Finanzziele kassiert, weil diese nicht mehr erreichbar waren. Vor allem in China fehlten wegen der dort ehemals harschen Corona-Beschränkungen elektronische Teile. Anhand der vorläufigen Zahlen sank der Umsatz um rund 9 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro. Währungsbereinigt wäre das ein Minus von fast 12 Prozent gewesen - trotz des gestiegenen Auftragseingangs. Die Probleme in den Lieferketten sorgten wegen entsprechend weniger Geschäft auch für den Rutsch in die roten Zahlen, der Verlust vor Zinsen und Steuern belief sich auf 87 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte Drägerwerk noch 271,7 Millionen Euro operativen Gewinn erzielt.