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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 29.01.2021 - 17.00 Uhr

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GESAMT-ROUNDUP: Deutsche Wirtschaft kommt mit blauem Auge durch zweiten Lockdown

WIESBADEN/NÜRNBERG - Die deutsche Wirtschaft wächst leicht, der Arbeitsmarkt zeigt sich robust: Europas größte Volkswirtschaft ist bislang mit einem blauen Auge durch den zweiten Corona-Lockdown gekommen. Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens bremsten zwar die Konjunkturerholung zum Jahresende 2020, der zunächst befürchtete Einbruch blieb aber aus. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im vierten Quartal minimal um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Am Arbeitsmarkt hielt die durch Kurzarbeit gebaute Brücke.

ROUNDUP 3: Deutscher Arbeitsmarkt noch immer robust - Sorgenfalten werden größer

NÜRNBERG - Der deutsche Arbeitsmarkt trotzt dank der großen Zahl an Kurzarbeitern weiter der Corona-Krise - zumindest auf den ersten Blick. Langsam aber sicher werden in den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit aber auch Effekte sichtbar, die sich zu schwer reparierbaren Langzeitschäden auswachsen können. Der deutliche Anstieg bei der Langzeitarbeitslosigkeit ist ein Beispiel dafür.

Nach Wirecard-Skandal: Wechsel an Spitze der Finanzaufsicht Bafin

BERLIN - Bei der Finanzaufsicht Bafin kommt es nach dem Wirecard <DE0007472060>-Skandal zu einem Wechsel an der Führungsspitze. Wie das Finanzministerium am Freitag mitteilte, hört Bafin-Chef Felix Hufeld im Zuge einer Neuaufstellung der Finanzaufsicht auf.

USA: Konsumklima der Uni Michigan trübt sich stärker als erwartet ein

MICHIGAN - Das Konsumklima in der USA hat sich im Januar stärker als erwartet eingetrübt. Das von der Universität von Michigan erhobene Verbrauchervertrauen fiel gegenüber dem Vormonat um 1,7 Punkte auf 79,0 Zähler, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Erhebungsrunde mitteilte. In einer ersten Schätzung waren noch 79,2 Punkte ermittelt worden. Analysten hatten eine Revision auf 79,4 Punkte erwartet.

USA: Schwebende Hausverkäufe sinken vierten Monat in Folge

WASHINGTON - In den USA sind die noch nicht ganz abgeschlossenen Hausverkäufe im Dezember erneut gefallen. Die Zahl ging um 0,3 Prozent zum Vormonat zurück, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten allerdings mit einem noch etwas stärkeren Rückgang von im Schnitt 0,5 Prozent gerechnet.

USA: Chicago-Indikator steigt deutlich

CHICAGO - Das Geschäftsklima in der Region Chicago hat sich im Januar deutlich aufgehellt. Der Indikator stieg um 5,1 Punkte auf 63,8 Zähler, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag in Chicago mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen leichten Rückgang auf 58,5 Punkte erwartet. Werte über der Marke von 50 Punkten signalisieren wirtschaftliches Wachstum, Werte darunter deuten auf eine Schrumpfung hin.

Japans Premierminister Suga bekräftigt: Wir veranstalten Olympia

TOKIO - Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga hat die Entschlossenheit seines Landes zur Olympia-Ausrichtung trotz wachsender Unsicherheit und vieler Bedenken bekräftigt. "Wir veranstalten in diesem Sommer die Olympischen und Paralympischen Spiele", sagte Suga am Freitag in Tokio auf einem digitalen Treffen des Weltwirtschaftsforums. "Ich bin entschlossen, die Spiele als Beweis für den menschlichen Sieg gegen die Pandemie, als Symbol globaler Solidarität zu verwirklichen und weltweit Hoffnung und Mut zu geben", betonte der Regierungschef.

Ifo: Staatliche Hilfen bremsen Corona-Pleitewelle

MÜNCHEN - Die staatlichen Liquiditätshilfen haben die drohende Pleitewelle in der Coronakrise in Deutschland massiv gebremst. Das Münchner Ifo-Institut geht davon aus, dass ohne Gegenmaßnahmen vergangenes Jahr durch Insolvenzen Forderungen von 116,5 Milliarden Euro ausgefallen wären, wie es am Freitag mitteilte. Stattdessen kam es in den ersten zehn Monaten 2020 aber nur zu Ausfällen von 44,5 Milliarden Euro - wobei allein 12,5 Milliarden davon aus der Wirecard <DE0007472060>-Pleite stammen, die von Corona unabhängig war.

Eurozone: Geldmenge wächst immer stärker

FRANKFURT - Das Geldmengenwachstum in der Eurozone hat sich im Dezember weiter beschleunigt. Zum Vormonat legte die breit gefasste Geldmenge M3 um 12,3 Prozent zu, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mitteilte. Das ist das stärkste Wachstum seit November 2007. Im Vormonat hatte das Wachstum 11,0 Prozent betragen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Wachstum in dieser Größenordnung auch für Dezember gerechnet.

Spaniens Wirtschaft legt überraschend weiter zu

MADRID - Spaniens Wirtschaft ist trotz hoher Neuinfektionen in der Corona-Krise weiter gewachsen. Nach einer starken Erholung in den Sommermonaten konnte die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone Ende 2020 aber nur noch leicht zulegen. Im vierten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsvergleich um 0,4 Prozent gestiegen, teilte das nationale Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer ersten Schätzung mit. Im dritten Quartal konnte sich die spanische Wirtschaftsleistung noch stark vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholen und war um 16,4 Prozent gewachsen.

Spanien: Inflationsrate steigt deutlich an

MADRID - In Spanien ist die Inflationsrate zu Jahresbeginn deutlich gestiegen. Die nach europäischen Standards ermittelte Teuerungsrate (HVPI) stieg auf Jahressicht von minus 0,6 Prozent im Dezember auf plus 0,6 Prozent im Januar, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid mitteilte. Analysten wurden von der Entwicklung auf dem falschen Fuß erwischt, sie hatten im Schnitt mit einer Rate von minus 0,6 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich fiel der HVPI um 0,3 Prozent.

Frankreichs Wirtschaft leidet erneut unter der Corona-Krise

PARIS - Die französische Wirtschaft hat im Zuge der zweiten Welle in der Corona-Krise erneut den Rückwärtsgang eingelegt. Nach einer starken Erholung in den Sommermonaten ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone Ende 2020 wieder geschrumpft. Im vierten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsvergleich um 1,3 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Insee am Freitag in Paris nach einer ersten Schätzung mit. Im dritten Quartal konnte sich die französische Wirtschaftsleistung noch stark vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholen und war um revidiert 18,5 Prozent (zuvor 18,7) gestiegen.

Japan: Industrie schwächelt zum Jahresausklang

TOKIO - Japans Industrie hat zum Jahresausklang geschwächelt. Die Produktion in den Industriebetrieben der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt ging im Dezember zum Vormonat um 1,6 Prozent zurück, wie die Regierung am Freitag in Tokio nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang der Fertigung um 1,5 Prozent gerechnet. Im November war die Produktion nach einer längeren Erholung bereits um 0,5 Prozent gesunken.

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