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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 27.04.2020 - 17.00 Uhr

ROUNDUP 2: Japans Zentralbank lockert Geldpolitik weiter

TOKIO - Die japanische Notenbank greift der heimischen Wirtschaft im Kampf gegen die Coronavirus-Krise mit weiteren Maßnahmen unter die Arme. Wie die Bank of Japan (BoJ) am Montag mitteilte, sollen unter anderem mehr Staatsanleihen und Unternehmenspapiere gekauft werden. Dabei setzt sie sich beim Kauf von Staatsanleihen kein eigenes Limit mehr. Bei Unternehmensanleihen hat die Bank of Japan die Obergrenze der von ihr gehaltenen Papiere auf 20 Billionen Yen (etwa 172 Milliarden Euro) angehoben.

Ifo-Institut: Exporterwartungen in Deutschland im freien Fall

MÜNCHEN - Die Stimmung deutscher Exporteure befindet sich laut einer Umfrage des Ifo-Instituts wegen der Folgen der Corona-Krise im freien Fall. Der von den Münchener Wirtschaftsforschern ermittelte Index für die Exporterwartungen sei im April von zuvor minus 19,0 auf minus 50,0 Punkte abgestützt, teilte das Institut am Montag in München mit. Es ist der stärkste Rückgang der Exporterwartungen und der niedrigste jemals gemessene Wert.

ROUNDUP: Vorsichtige Lockerung der Corona-Beschränkungen in etlichen Staaten

ROM/LONDON/PARIS/BERN - Nach wochenlangem Stillstand wegen der Corona-Pandemie lockern einige Staaten vorsichtig und schrittweise ihre teils einschneidenden Beschränkungen im Alltags- und Wirtschaftsleben. So können etwa bald mehr Kinder wieder zur Schule oder in die Kita gehen, Bürger öfter Sport im Freien machen und Läden unter strengen Auflagen wieder öffnen. Die Lage in einzelnen Staaten:

ROUNDUP: Bundesregierung dämpft Hoffnung auf rasche neue Lockerungen

BERLIN - Bundesregierung und Ländervertreter haben die Erwartung an weitreichende neue Lockerungen der Corona-Beschränkungen in der Bund-Länder-Schalte an diesem Donnerstag gedämpft. "An diesem 30. April wird es wichtige vorbereitende Beratungen und sehr begrenzte Beschlüsse geben", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts in Berlin. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) äußerte sich ähnlich. Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) kündigte an, er wolle kommende Woche eigene Konzepte zur Lockerung der Beschränkungen für Kindergärten, Schulen und Pflegeheime vorlegen.

ROUNDUP 2: 'Aufrüstungsweltmeister' Deutschland? Kritik an Miltärausgaben

STOCKHOLM - Einem neuen Bericht zufolge hat Deutschland 2019 seine Militärausgaben so stark erhöht wie kaum ein anderes Land - dafür bekommt die Bundesregierung nun Gegenwind von Friedensorganisationen und der Opposition im Bundestag. Die Linke sprach am Montag von "beschämenden Zahlen", die das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri vorlege. Und der Greenpeace-Abrüstungsexperte Alexander Lurz sagte: "Dass Deutschland im Vergleich zum Vorjahr den größten prozentualen Zuwachs der Militärausgaben unter den Top-15-Staaten verzeichnet, ist nichts anderes als eine Schande." Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Krise, die den Staat Milliardensummen koste, forderten Linke und Grüne einen Kurswechsel in punkto Verteidigungsausgaben.

ROUNDUP: Maas warnt vor zu hohen Erwartungen an EU-Ratspräsidentschaft

BERLIN - Außenminister Heiko Maas hat vor zu hohen Erwartungen an die im Juli beginnende deutsche EU-Ratspräsidentschaft gewarnt. "Das wird ein echter Kraftakt für die gesamte Bundesregierung", sagte der SPD-Politiker der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). Die Erwartungen an Deutschland seien "riesig, diese Führungsrolle als ehrlicher Makler und dynamischer Antreiber anzunehmen". Durch die praktischen Einschränkungen im Politikbetrieb seien aber Grenzen gesetzt. Es gelte, "eine vernünftige Balance zu finden zwischen ambitionierten Ansprüchen und realistischen Zielen".

ROUNDUP 2: Klimaschutz in Corona-Zeiten - jetzt erst recht?

BERLIN - Raus aus der Corona-Krise - und dem Klima helfen: In Wirtschaft und Politik wird der Ruf lauter, Milliarden-Hilfsprogramme an Klimaschutz-Zielen auszurichten. Minister aus rund 30 Ländern begannen am Montag auf Einladung der Bundesregierung Gespräche dazu, wie der Kampf gegen die Pandemie mit dem gegen die Erderwärmung verbunden werden kann.

GESAMT-ROUNDUP/Liga polarisiert: Politischer Richtungsstreit um den Fußball

FRANKFURT - Vor dem mit Spannung erwarteten Video-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs an diesem Donnerstag tobt ein politischer Richtungsstreit um den Profifußball. An der Frage, ob die Bundesliga die wegen der Corona-Krise ausgesetzte Saison im Mai mit Geisterspielen fortsetzen darf, hat sich eine hitzige gesamtgesellschaftliche Diskussion entzündet, in der es längst nicht mehr um Tore und Punkte geht.

ROUNDUP: Bundesregierung rechnet mit 6,3 Prozent Minus bei Wirtschaftsleistung

BERLIN - Die große Koalition rechnet wegen der Corona-Pandemie laut einem Medienbericht in diesem Jahr mit dem größten Einbruch des Wirtschaftswachstums seit Gründung der Bundesrepublik. In der Frühjahrsprognose, die am Mittwoch vorgestellt werden soll, gehe die Bundesregierung davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen wird, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Montag). 2021 soll es dann wieder bergauf gehen. Die Verluste könnten aber nicht komplett aufgeholt werden. Zuvor hatte das "Handelsblatt" online darüber berichtet.

ROUNDUP 2: Milliarden unter dem Kopfkissen - Menschen setzten auf Bargeld

FRANKFURT - Die Menschen in Deutschland sind zu Beginn der Corona-Krise einer Studie zufolge ins Bargeld geflüchtet. Die Krise scheine dazu zu führen, dass die Menschen noch mehr Bargeld unter das Kopfkissen legten, erklärte die Direktbank ING <NL0011821202> Deutschland. Der Umlauf von Scheinen und Münzen im Euroraum stieg im März um fast 100 Milliarden Euro oder 8 Prozent, wie aus einer Analyse der Beratungsfirma Barkow Consulting im Auftrag der Bank hervorgeht.

ROUNDUP 2: Handwerk fordert steuerlichen 'Corona-Bonus' - Pleitewelle befürchtet

BERLIN - Das Handwerk schlägt für einen Neustart in der Corona-Krise einen zeitlich begrenzten, steuerlichen "Corona-Bonus" vor. Durch den Bonus mit einem Höchstbetrag von 12 000 Euro soll der private Konsum gestärkt werden. Diese Summe sollen Bürger maximal steuerlich absetzen können - und zwar nicht nur für haushaltsbezogene Dienste, die schon jetzt steuerlich gefördert werden, sondern auch darüber hinaus, forderte der Branchenverband ZDH. Bisher können Verbraucher jährlich Handwerker-Dienste von bis zu 6000 Euro steuerlich absetzen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.