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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 21.12.2020 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 2 Min.

ROUNDUP/Brexit-Handelspakt: Optionen schwinden - Vorgeschmack auf das Chaos

BRÜSSEL - Wenige Tage vor Ende der Brexit-Übergangsphase wird der Spielraum immer enger, den wirtschaftlichen Bruch Großbritanniens mit der Europäischen Union einigermaßen glimpflich zu gestalten. Bei den Gesprächen beider Seiten über einen Handelspakt war auch am Montag kein Fortschritt erkennbar. Und selbst wenn noch ein Vertrag gelingen sollte, kann er nicht mehr ratifiziert werden. Schon jetzt bahnt sich in Großbritannien ein Reise- und der Transportchaos an - nicht nur wegen des Brexits, sondern wegen des mutierten Coronavirus.

EU-Krisentreffen zu Virus-Mutation ohne konkrete Ergebnisse

BRÜSSEL - Ein Krisentreffen der EU-Staaten zu der in Großbritannien entdeckten Variante des Coronavirus ist ohne konkrete Ergebnisse geblieben. Nach der mehrstündigen Sitzung hieß es am Montag aus EU-Kreisen, die Teilnehmer hätten Informationen über die bislang verhängten nationalen Maßnahmen ausgetauscht. Dabei sei es vor allem um den Transport etwa von Passagieren und Fracht aus Großbritannien gegangen.

ROUNDUP/900-Milliarden-Hilfen: Weiteres Corona-Konjunkturpaket in den USA

WASHINGTON - Nach monatelangem Streit haben sich Demokraten und Republikaner im US-Kongress auf ein weiteres gewaltiges Corona-Konjunkturpaket verständigt. Die Chefs von Republikanern und Demokraten im US-Senat, Mitch McConnell und Chuck Schumer, verkündeten die Einigung am Sonntagabend (Ortszeit) in der Kammer des Kongresses. Das Paket im Umfang von rund 900 Milliarden Dollar (rund 737 Milliarden Euro) soll finanziell strauchelnden Bürgern helfen, Impulse für die geplagte Wirtschaft geben und Geld für den Kampf gegen das Coronavirus bereitstellen.

Eurozone: Verbraucherstimmung hellt sich stärker als erwartet auf

BRÜSSEL - Die Verbraucherstimmung in der Eurozone hat sich im Dezember stärker als erwartet aufgehellt. Wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte, stieg der von ihr erhobene Indikator um 3,7 Punkte auf minus 13,9 Zähler. Analysten hatten einen leichten Anstieg auf minus 17,3 Punkte erwartet. Der Indikator liegt weiter unter seinem langfristigen Durchschnitt von -11,2.

Grenzen dicht: Britische Verbände warnen vor Versorgungsengpässen

LONDON - Angesichts geschlossener Grenzen und unterbrochenener Fährverbindungen warnen britische Verbände vor Versorgungsengpässen. "Das ist eine Hauptversorgungsroute für frische Produkte in dieser Jahreszeit", sagte der Lebensmittelexperte des Handelsverbandes BRC, Andrew Opie einer Mitteilung zufolge. Nur wenige Fuhrunternehmen würden die Gefahr eingehen, ihre Fahrer nach Großbritannien zu schicken - ohne eine Garantie, dass diese auf den Kontinent zurückkehren können. Der Chef des Transportverbands RHA, Richard Burnett, sagte am Montag dem Sender BBC Radio 4, der Transport von frischen und verderblichen Waren sei nun die größte Herausforderung.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.