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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 21.09.2021 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 4 Min.

USA: Baugenehmigungen und -beginne legen deutlich zu

WASHINGTON - Die Entwicklung in der US-Bauwirtschaft hat im August positiv überrascht. Während die Zahl der neu begonnenen Wohnungsbauten stärker als erwartet stieg, legte die Zahl der Baugenehmigungen überraschend und zudem deutlich zu.

USA: Leistungsbilanz weitet Defizit leicht aus

WASHINGTON - Das chronische Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im Frühjahr moderat gestiegen. Im zweiten Quartal stieg das Defizit gegenüber dem Vorquartal um 0,9 Milliarden US-Dollar auf 190,3 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Defizit von 190,8 Milliarden Dollar gerechnet. Ausschlaggebend für die Entwicklung waren geringere Überschüsse der Dienstleistungs- und der primären Einkommensbilanz.

Söder fordert 'Inflationsbremse' - und wird von DIW-Chef gerügt

MÜNCHEN - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine "Inflationsbremse" der Europäischen Zentralbank und einen Inflationsausgleich etwa bei den Energiepreisen gefordert. Er zog damit am Dienstag aber umgehend harsche Kritik des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, auf sich. "Es ist gefährlich und schädlich für den #Euro und damit auch für die Bürgerinnen und Bürger, wenn die Geldpolitik von #EZB und #Bundesbank im Wahlkampf instrumentalisiert wird", schrieb der Wirtschaftsexperte auf Twitter. Er mahnte: "Die Politik sollte die Unabhängigkeit der Geldpolitik respektieren."

GDL scheitert vor Arbeitsgericht mit Klage gegen Tarifeinheitsgesetz

BERLIN - Die Deutsche Bahn wendet das sogenannte Tarifeinheitsgesetz (TEG) bei den eigenen Betrieben zurecht an - die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist am Dienstag mit einer Klage gegen die Anwendung vor dem Landesarbeitsgericht Berlin gescheitert. Das Gesetz sieht vor, dass bei zwei Gewerkschaften in einem Betrieb nur die Tarifregelungen der größeren Arbeitnehmervertretung angewendet werden. Bei der Deutschen Bahn konkurriert die GDL mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) um Mitglieder.

Biden verspricht Verdopplung von US-Klimahilfen

NEW YORK - Die USA wollen ihre Klimahilfen für ärmere Länder nach Aussage von Präsident Joe Biden verdoppeln. "Damit werden die Vereinigten Staaten zum Vorreiter bei der öffentlichen Klimafinanzierung", sagte Biden am Dienstag bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Zusammen mit der Staatengemeinschaft und anderen Gebern könne so das Ziel, 100 Milliarden Dollar jährlich zur Unterstützung von Entwicklungsländern bereitzustellen, erreicht werden. Im April hatte Biden eine Erhöhung der Klimahilfen auf 5,7 Milliarden Dollar (4,9 Mrd Euro) pro Jahr angekündigt.

ROUNDUP 4: Trudeau gewinnt Wahl in Kanada - aber keine absolute Mehrheit

OTTAWA - Die liberale Partei von Ministerpräsident Justin Trudeau hat die vorgezogene Parlamentswahl in Kanada gewonnen - eine absolute Mehrheit aber deutlich verfehlt. Die Regierungspartei errang nach Prognosen des öffentlichen Senders CBC bei der Abstimmung am Montag etwa 158 Mandate der 338 Mandate und ließ die Konservativen von Kontrahent Erin O'Toole mit ungefähr 119 Sitzen hinter sich. "Sie schicken uns mit einem klaren Auftrag zurück an die Arbeit, um Kanada durch diese Pandemie und in vor uns liegende, bessere Tage zu führen", sagte Trudeau in seiner Siegesrede in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit).

Brexit-Versprechen: Johnson unsicher über Handelspakt mit USA

LONDON/NEW YORK - Der britische Premierminister Boris Johnson hat ausweichend auf die Frage reagiert, ob ein Handelsabkommen zwischen Großbritannien und den USA in den kommenden drei Jahren zu erreichen ist. "Ich habe jede Menge Gründe, optimistisch zu sein. Aber die Amerikaner verhandeln sehr hart", sagte Johnson dem Nachrichtensender Sky News am Dienstag vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York.

OECD: Anziehende Weltwirtschaft vom Impffortschritt abhängig

PARIS - Die Weltwirtschaft wächst nach einer Prognose der Industriestaaten-Organisation OECD deutlich stärker als angesichts der Pandemie vor einem Jahr erwartet. Allerdings verläuft die vom Impffortschritt und Stützungsmaßnahmen angetriebene Erholung uneinheitlich, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris mit. Sie rechnet mit einem Weltwirtschaftswachstum von 5,7 Prozent in diesem Jahr und 4,5 Prozent im kommenden. Für Deutschland erwartet die OECD ein Wachstum von 2,9 beziehungsweise 4,6 Prozent.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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