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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 21.01.2022

·Lesedauer: 4 Min.

Eurozone: Verbraucherstimmung trübt sich leicht ein

BRÜSSEL - Die Verbraucherstimmung in der Eurozone hat sich zu Jahresbeginn leicht verschlechtert. Der Indikator ging um 0,1 Punkte auf minus 8,5 Zähler zurück, wie die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang auf minus 9,0 Punkte erwartet. Die Kennzahl liege aktuell klar unter ihrem Niveau, das sie vor der Pandemie inne hatte. Sie nähere sich aber ihrem längerfristigen Durchschnitt an, teilte die Kommission mit.

USA: Frühindikatoren steigen wie erwartet

WASHINGTON - Die konjunkturellen Aussichten in den USA haben sich im Dezember weiter verbessert. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren legte um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat zu, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Freitag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Im November war der Indikator um revidiert 0,7 Prozent gestiegen.

Großbritannien: Einzelhandel leidet unter Omikron-Welle

LONDON - Die Einzelhändler in Großbritannien sind zum Jahresende deutlich von der Omikron-Welle belastet worden. Von November auf Dezember gingen ihre Umsätze um 3,7 Prozent zurück, wie das Statistikamt ONS am Freitag in London mitteilte. Zum Vorjahresmonat sanken die Erlöse um 0,9 Prozent. Beide Resultate fielen wesentlich schlechter aus als von Analysten erwartet.

Zinsangst drückt Bitcoin unter 40 000 US-Dollar

FRANKFURT - Die Aussicht auf eine deutlich straffere Geldpolitik in den USA lastet zunehmend auf Digitalwährungen wie Bitcoin. Am Freitag fiel der Kurs der ältesten und nach Marktwert größten Kryptoanlage auf den tiefsten Stand seit vergangenen August. Im Tief wurden auf der Handelsplattform Bitstamp 38 259 US-Dollar markiert. Am Vortag hatte der Kurs noch deutlich über 43 000 Dollar gelegen.

Lagarde: Derzeit keine gefährliche Lohn-Preis-Spirale im Euroraum

FRANKFURT - Europas Währungshüter gehen weiterhin von sinkenden Teuerungsraten im laufenden Jahr aus. Allerdings sei der Ausblick "mit großer Unsicherheit behaftet", sagte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, am Freitag bei einer Online-Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums Davos.

Weltwirtschaftsforum soll nach Covid-Pause Ende Mai stattfinden

DAVOS - Die eigentlich für Januar geplante Jahreskonferenz des Weltwirtschaftsforums (WEF) soll nun vom 22. bis 26. Mai in Davos in der Schweiz stattfinden. "Nach all den virtuellen Treffen der vergangenen zwei Jahre müssen sich Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft endlich wieder persönlich treffen", sagte WEF-Gründer Klaus Schwab am Freitag.

ROUNDUP 2/Ukraine-Konflikt: USA und Russland setzen Krisengespräche fort

GENF - Die USA wollen angesichts der Spannungen im Ukraine-Konflikt in der kommenden Woche auf Russlands Sorgen um die Sicherheit in Europa schriftlich antworten. US-Außenminister Antony Blinken kündigte am Freitag nach einem Krisengespräch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow an, Washington werde dann auf ein von Moskau im Dezember vorgelegtes Papier reagieren. Lawrow sagte nach dem Treffen, dass dann über weitere Schritte gesprochen werden solle. Russland hatte von den USA und der Nato Sicherheitsgarantien gefordert und will etwa eine Aufnahme der Ukraine in das Militärbündnis verhindern. Das lehnt der Westen in dieser Form ab.

ROUNDUP: RKI registriert 140 160 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 706,3

BERLIN - Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 700 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 706,3 an.

ROUNDUP/Söder: Corona-Maßnahmen derzeit nicht verschärfen

MÜNCHEN - Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hat sich vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag trotz sprunghaft steigender Infektionszahlen gegen härtere Corona-Maßnahmen ausgesprochen. "Es ist nicht sinnvoll, jetzt zu verschärfen", sagte der Parteichef nach einer Sitzung des CSU-Vorstandes am Freitag in München.

Frankreich lockert Corona-Maßnahmen - Härtere Regeln für Ungeimpfte

PARIS - Frankreich lockert die Corona-Beschränkungen im Februar schrittweise und verschärft zugleich die Regeln für Ungeimpfte von Montag an erheblich. Sie haben dann mit der Einführung des landesweiten Impf- und Genesungsnachweises keinen Zugang mehr zu Gastronomie, Kulturstätten, Sportveranstaltungen und zum Fernverkehr, wie Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend ankündigte. Für alle Menschen ab 16 Jahren wird eine vollständige Impfung damit zur Voraussetzung zur uneingeschränkten Teilnahme am öffentlichen Leben. Menschen, die sich bis Mitte Februar für eine erste Impfung entscheiden, dürfen danach vorübergehend weiter einen zusätzlichen negativen Test als Zugangsvoraussetzung vorlegen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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