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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 16.08.2022 - 17.00 Uhr

ROUNDUP/Deutschland: ZEW-Erwartungen fallen auf den niedrigsten Stand seit 2008

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich vor allem wegen der hohen Inflation erneut verschlechtert. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW fiel im August gegenüber dem Vormonat um 1,5 Punkte auf minus 55,3 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit Oktober 2008. Analysten hatten hingegen mit einem leichten Anstieg auf minus 52,7 Punkten gerechnet.

ROUNDUP 3/EU-Kommission: Keine Ausnahme bei Mehrwertsteuer für Gas-Umlage

BERLIN - Für die Verbraucher in Deutschland wird es keine Ausnahme bei der Mehrwertsteuer auf die Gasumlage geben. Die EU-Kommission bekräftigte am Dienstag in Brüssel, dass eine Streichung der Steuer anders als von der Bundesregierung erhofft nicht möglich ist. Die Kommission arbeitet nach eigenen Angaben aber zusammen mit Berlin an einer Lösung bezüglich der Mehrwertsteuer.

USA: Industrie produziert deutlich mehr als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Industrieproduktion im Juli stärker gestiegen als erwartet. Gegenüber dem Vormonat sei die Gesamtproduktion um 0,6 Prozent geklettert, teilte die US-Notenbank Fed am Dienstag in Washington mit. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet.

USA: Baubeginne geraten deutlich unter Druck

WASHINGTON - Die Lage in der US-Bauwirtschaft hat sich im Juli verschlechtert. Die Zahl neu begonnener Häuser und die Anzahl der Baugenehmigungen gingen jeweils zurück. Die Baubeginne sanken zum Vormonat um 9,6 Prozent, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten dagegen im Schnitt mit einem Rückgang um lediglich 2,1 Prozent gerechnet. Die Zahl der Baugenehmigungen fiel um 1,3 Prozent. Hier war ein stärkerer Rückgang um 3,3 Prozent erwartet worden.

Britischer Arbeitsmarkt bleibt stabil - Beschäftigung steigt weiter

LONDON - Die Lage am britischen Arbeitsmarkt ist weiterhin stabil. Im Juni lag die Arbeitslosenquote wie im Vormonat bei 3,8 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Analysten hatten dies im Schnitt erwartet.

UN: Halbe Million Tonnen Getreide aus Ukraine ausgefahren

NEW YORK/ISTANBUL/KIEW - Mehr als eine halbe Million Tonnen Getreide sind den Vereinten Nationen zufolge seit Anfang August aus der Ukraine über das Schwarze Meer ausgefahren worden. Nach der Einigung zwischen der Ukraine, Russland, der Türkei und den UN zur Öffnung des Seeweges Ende Juli seien 36 Durchfahrten genehmigt worden, teilten die UN am Dienstag mit - 21 Schiffe verließen die Ukraine Richtung Bosporus, 15 fuhren durch die Meerenge in Richtung des Kriegslandes. 27 Frachter seien vertragsgemäß in der Türkei durchsucht worden.

ROUNDUP 3: Habeck treibt Planungen für deutsche LNG-Terminals voran

BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck treibt die Planungen für die ersten Flüssigerdgas-Terminals in Deutschland voran. In Wilhelmshaven und in Brunsbüttel sollen zum Jahreswechsel schwimmende LNG-Terminals mit einer Leitungsanbindung in Betrieb gehen, um die Kapazitäten ins Netz zu bringen, wie der Grünen-Politiker am Dienstag in Berlin sagte. Er unterzeichnete eine Absichtserklärung mit Energieunternehmen, damit die LNG-Schiffe bis zum März 2024 "vollausgelastet" Gas zur Verfügung gestellt bekommen. Dabei handelt es sich um Uniper <DE000UNSE018>, RWE <DE0007037129>, EnBW <DE0005220008> und die EnBW-Tochter VNG.

ROUNDUP/Rhein-Schifffahrt: Pegel bei Kaub bei 32 Zentimetern

KAUB - Der für die Schifffahrt auf dem Rhein wichtige Pegelstand bei Kaub zwischen Mainz und Koblenz bleibt auf niedrigem Niveau. Er lag der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) zufolge am Dienstagmittag bei 32 Zentimetern und damit einen Zentimeter höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vortags. Am Morgen waren 33 Zentimeter gemessen worden. Laut WSV-Prognose pendelt der Pegelstand bis zum Samstag zwischen 31 und 34 Zentimetern.

ROUNDUP/Lindner: Steuerpläne richten sich an die breite Mitte

BERLIN - Finanzminister Christian Lindner hat seine Steuerpläne gegen Kritik verteidigt. Der Abbau der sogenannten kalten Progression sei nicht allein eine Frage der Finanzpolitik, schrieb der FDP-Chef am Dienstag auf Twitter. "Es ist eine gesellschaftspolitische Richtungsentscheidung. Was schon lange Staatspraxis ist, wird von linken Stimmen zur "Klientelpolitik" erklärt. Es geht aber um die breite Mitte der Gesellschaft."

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.