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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 16.09.2021 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 4 Min.

USA: Einzelhandel überrascht mit Umsatzanstieg

WASHINGTON - Der US-Einzelhandel hat seine Umsätze im August zur Überraschung von Experten ausgeweitet. Die Umsätze seien um 0,7 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten dagegen im Schnitt mit einem Rückgang um 0,7 Prozent gerechnet. Allerdings wurde zugleich der Rückgang im Vormonat von 1,1 auf 1,8 Prozent revidiert.

USA: Mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

WASHINGTON - Am US-Arbeitsmarkt hat sich die Lage in der vergangenen Woche etwas verschlechtert. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe - ein Frühindikator für den Jobmarkt - legten im Wochenvergleich um 20 000 auf 332 000 zu, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 322 000 Anträgen gerechnet.

USA: Philly-Fed-Index steigt deutlich

PHILADELPHIA - Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia hat sich im September merklich verbessert. Der Indikator der regionalen Notenbank für die Industrie (Philly-Fed-Index) stieg um 11,3 Punkte auf 30,7 Punkte, wie die Zentralbank am Donnerstag in Philadelphia mitteilte. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt mit einem leichten Rückgang auf 19,0 Punkte gerechnet. Zuvor war der Indikator vier mal in Folge gefallen.

ROUNDUP/OECD: Mehr als 180 Tage gestörter Unterricht in Corona-Zeit

BERLIN - Zwei Drittel der Unterrichtstage waren in den ersten Corona-Wellen in Deutschland durch geschlossene oder nur teilweise geöffnete Schulen beeinträchtigt. Diese Zahlen hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag vorgelegt. Die rund elf Millionen Schülerinnen und Schüler im Land hatten seit Beginn der Pandemie bis zu diesem Frühjahr im Schnitt an mehr als 180 Tagen sogenanntes Homeschooling, Wechselunterricht oder andere Unterrichtsformen, weil Schulen zu oder nur zum Teil geöffnet waren. Das sind 67 Prozent der rund 270 Schultage im untersuchten Zeitraum zwischen Januar 2020 und 20. Mai 2021.

Machtkampf mit China: EU sucht Partner im Indopazifik

BRÜSSEL - Im Ringen um Wachstumschancen und mehr internationalen Einfluss will die EU verstärkt auf die Kooperation mit Staaten im indopazifischen Raum setzen. "Der indopazifische Raum gewinnt von der Ostküste Afrikas bis hin zu den pazifischen Inselstaaten in wirtschaftlicher, demografischer und politischer Hinsicht immer mehr an Bedeutung", erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag zur Vorlage einer Strategie für mehr Zusammenarbeit. Man wolle stärkere Partnerschaften anbieten, "um Handel, Investitionen und Konnektivität voranzubringen und gleichzeitig gemeinsame globale Herausforderungen anzugehen".

WAHL/ROUNDUP/Lindners Leitplanken: Nein zu mehr Steuern, Ja zur Schuldenbremse

BERLIN - Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die Absage an höhere Steuern und an eine Aufweichung der Schuldenbremse zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung seiner Partei gemacht. Dies seien für die FDP "Leitplanken" eines Koalitionsvertrages, sagte Lindner am Donnerstag in Berlin zu einem "Wahlaufruf", dessen Inhalt das Präsidium beraten und beschlossen habe. Er betonte aber die Kompromissfähigkeit seiner Partei in anderen Punkten - mit Blick auf mögliche Kräfteverhältnisse nach der Bundestagswahl am 26. September und mit Hinweis auf die Schwäche der Union.

Eurozone: Überschuss der Handelsbilanz gestiegen

LUXEMBURG - Der Handelsbilanzüberschuss der Eurozone ist im Juli gestiegen. Er legte saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Milliarden auf 13,4 Milliarden Euro zu, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte.

Deutschland: Öffentliches Finanzvermögen erstmals über einer Billion Euro

WIESBADEN - Das öffentliche Finanzvermögen von Bund, Ländern, Gemeinden und der Sozialversicherung ist im vergangenen Jahr erstmals über die Grenze von einer Billion Euro gestiegen. Grund für den Höchstwert von 1029,3 Milliarden Euro seien insbesondere nicht abgeflossene Mittel aus Kreditaufnahmen des Bundes in der Corona-Krise, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Im Vorjahresvergleich betrug der Anstieg 5,7 Prozent.

Japanische Exporte steigen nicht so stark wie erwartet

TOKIO - Japans Exportwachstum hat sich im August wegen wieder stärkerer Corona-Folgen und Problemen in der Autoproduktion infolge des Chipmangels stärker abgeschwächt als erwartet. Die Ausfuhren seien im Vergleich zum Vorjahr um 26,2 Prozent gestiegen, teilte das japanische Finanzministerium am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten mit. Damit legten die Exporte den sechsten Monat in Folge zu.

IAEA hebt erstmals seit Fukushima Prognose für Atomenergie an

WIEN - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat ihre Prognose zum weltweiten Ausbau der Atomenergie zum ersten Mal seit zehn Jahren nach oben revidiert. Die Nuklearkatastrophe im japanischen Akw Fukushima Daiichi im Jahr 2011 hatte dem Atomstrom-Sektor einen Dämpfer verpasst. Um im Kampf gegen den Klimawandel fossile Brennstoffe zu vermeiden, erwägen nun viele Länder jedoch den Einsatz von Atomkraft, wie die IAEA am Donnerstag in Wien berichtete.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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