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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 15.10.2020 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 4 Min.

Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA deutlich gestiegen

WASHINGTON - Die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der andauernden Corona-Krise wieder deutlich gestiegen. In der Woche bis zum 10. Oktober stellten 898 000 Menschen einen entsprechenden Antrag, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das war der höchste Stand seit August. In der Woche davor waren es 845 000 - die Zahl wurde um 5000 nach oben korrigiert.

USA: Stimmung in New Yorker Industrie trübt sich überraschend deutlich ein

NEW YORK - Die Stimmung in den New Yorker Industrieunternehmen hat sich im Oktober überraschend deutlich eingetrübt. Der Empire-State-Index fiel von 17,0 Punkten im Vormonat auf 10,5 Punkte, wie die regionale Notenbank von New York am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang auf 14,0 Punkte erwartet. Der Indikator signalisiert damit ein schwächeres Wachstum der Industrie.

USA: Einfuhrpreise fallen erneut

WASHINGTON - Die Preise für in die USA importierte Güter sind im September erneut gefallen, wenn auch nicht ganz so stark wie erwartet. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren eingeführte Güter unter dem Strich 1,1 Prozent günstiger, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Auf Jahressicht seien die Preise seit Januar nicht mehr gestiegen, erklärte das Ministerium. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang um 1,3 Prozent erwartet.

Söder sieht täglich wachsende Gefahr für zweiten Lockdown

MÜNCHEN - Angesichts des starken Anstiegs von Corona-Fällen auch in Bayern sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine täglich wachsende Gefahr für einen erneuten Lockdown. "Die Lage ist leider ernst, und sie wird jeden Tag ernster", sagte er am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Corona sei immer dramatischer in ganz Europa aktiv. Auch wenn es keinen Grund zur Panik gebe, sei die Situation sogar deutlich komplexer als im vergangenen Frühjahr. Denn jetzt stehe der Winter vor der Tür, und zugleich "explodieren die Zahlen in ganz Europa".

ROUNDUP: RKI meldet Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen in Deutschland

BERLIN - Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Deutschland einen Höchstwert erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen 6638 Fälle in 24 Stunden. Das sind 2580 mehr als am Donnerstag der Vorwoche. Das RKI appellierte "dringend" an die Bevölkerung, sich für den Infektionsschutz zu engagieren. Der nun erreichte Rekordwert heißt Experten zufolge aber nicht, dass das Virus bereits schlimmer wütet als im Frühjahr. Die Lage in den Krankenhäusern ist weiterhin vergleichsweise entspannt.

Deutschland: Weniger Baugenehmigungen im August

WIESBADEN - Die Bauämter haben im August in Deutschland weniger Wohnungen genehmigt als ein Jahr zuvor. Die Zahl der genehmigten Einheiten sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent auf 31 600, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Jahresverlauf, also in den ersten acht Monaten, liegt die Zahl aber noch 4,6 Prozent über dem Vergleichswert aus 2019.

Frankreich: Verbraucherpreise stagnieren

PARIS - In Frankreich hat die Inflation im September eine Pause eingelegt. Die nach europäischer Methode berechneten Verbraucherpreise (HVPI) stagnierten gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag nach einer zweiten Schätzung in Paris mitteilte. Zum Vormonat fielen die Preise um 0,6 Prozent. Vorläufige Daten von Ende September wurden damit wie von Ökonomen im Schnitt erwartet bestätigt.

Ifo: Besonders viel Kurzarbeit in Bayern - in Ostdeutschland weniger

MÜNCHEN - Bayern und Baden-Württemberg kämpfen weiter mit besonders hohen Kurzarbeiterzahlen. Im Freistaat waren im September 14 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen, wie das Münchner Ifo-Institut auf Basis seiner Konjunkturumfrage ermittelt hat. Das sind rund 825 000. In Baden-Württemberg waren es 610 000 Menschen oder 13 Prozent.

Chinas Notenbank gibt Liquditätsspritze

PEKING - Die chinesische Notenbank hat das Finanzsystem des Landes mit reichlich Liquidität versorgt. Zum einen führte sie den Banken 500 Milliarden Yuan (etwa 63 Mrd Euro) in Form einjähriger Kredite zu, wie die People's Bank of China (PBoC) am Donnerstag in Peking mitteilte. Hinzu kommen 50 Milliarden Yuan mit einwöchiger Laufzeit. Gleichzeitig reduziert sich die Liquiditätszufuhr jedoch spürbar, da am Freitag Zentralbankkredite über 200 Milliarden Yuan fällig werden.

Corona: Brüssel drängt EU-Staaten zu Impfvorbereitungen

BRÜSSEL - Die EU-Kommission empfiehlt den Mitgliedsstaaten in der Corona-Krise eine gemeinsame Strategie zur vorrangigen Impfung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Dabei geht es um die Frage, wer das heiß ersehnte Mittel zuerst bekommt, sollte sich einer der Impfstoff-Kandidaten als wirksam erweisen. Zudem müssten die EU-Staaten Vorbereitungen für die Impfungen treffen, etwa Kühlketten und medizinisches Personal organisieren, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Donnerstag in Brüssel.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.