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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 14.10.2020 - 17.15 Uhr

·Lesedauer: 4 Min.

GESAMT-ROUNDUP 2: Bund will frühes Eingreifen bei hohen Corona-Infektionszahlen

BERLIN - Um die sich rasch ausbreitende Corona-Pandemie wieder in den Griff zu bekommen, sollen die Länder nach dem Willen des Bundes bereits frühzeitig schärfere Beschränkungen erlassen. Sie sollen schon einschreiten, wenn es 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche gibt - mit einer ergänzenden Maskenpflicht, Sperrstunden in der Gastronomie und einer Begrenzung der Teilnehmer bei Veranstaltungen sowie Familienfeiern. Mit dieser Position ging Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in die Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder über den weiteren Kurs. Bislang haben die Länder schärfere Maßnahmen zum Eindämmen der Pandemie zumeist erst ab einem Wert von 50 verhängt.

USA: Erzeugerpreise steigen erstmals seit März

WASHINGTON - In den USA sind die Erzeugerpreise im September erstmals seit März im Jahresvergleich gestiegen. Sie legten um 0,4 Prozent zum Vorjahr zu, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich ein Anstieg um 0,2 Prozent erwartet. Im August waren sie noch um 0,2 Prozent gefallen. Wegen der Corona-Krise waren die Produzentenpreise vor allem im April und Mai deutlich gefallen.

Lindner: Regierung muss jetzt 'einen Wirtschaftsturbo zünden'

BERLIN - Als Reaktion auf die jüngste Konjunkturprognose hat FDP-Chef Christian Lindner von der Bundesregierung eine nachhaltige Strategie gegen ein Abrutschen in eine tiefe Wirtschaftskrise gefordert. "Die Bundesregierung muss jetzt einen Wirtschaftsturbo zünden", sagte der Vorsitzende der Freien Demokraten am Mittwoch in Berlin. Man müsse in diesem Herbst sicherstellen, "dass die Betriebe über die schwierige Zeit kommen und dann im Frühjahr auch gut durchstarten können".

IWF: Öffentliche Schulden erreichen Rekordniveau

WASHINGTON - Die Corona-Pandemie lässt die öffentliche Verschuldung auf der Welt nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf ein Rekordhoch steigen. In diesem Jahr dürfte die globale Staatsverschuldung auf fast 100 Prozent der jährlichen weltweiten Wirtschaftsleistung (BIP) steigen, teilte der IWF am Mittwoch in Washington mit. Im kommenden Jahr werde sich die Schuldenquote auf diesem hohen Niveau stabilisieren, erwartet der IWF.

ROUNDUP 2: EU einigt sich auf Ziele für Russland-Sanktionen im Fall Nawalny

BRÜSSEL/MOSKAU - Die EU wird nach dem Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny sechs Personen und eine Organisation aus Russland mit Sanktionen belegen. Darauf einigten sich Vertreter der EU-Staaten am Mittwoch in Brüssel, wie die Deutsche Presse-Agentur von Diplomaten erfuhr. Der russische Außenminister Sergej Lawrow reagierte in einem Interview mit einem Moskauer Radiosender prompt und kündigte "spiegelgenaue" Gegensanktionen an. Diese gleichwertige Antwort - also ebenfalls eine Liste mit Namen - sei Praxis in der Diplomatie, sagte Lawrow.

Spahn: Keine Versorgungsengpässe bei Grippe-Impfstoff

BERLIN - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Befürchtungen vor Engpässen beim Grippeimpfstoff zurückgewiesen. Es könne momentan lokal und zeitlich zu Lieferengpässen kommen, sagte er am Mittwoch in Berlin. "Das heißt aber nicht, dass wir Versorgungsengpässe bei diesem Grippeimpfstoff haben." Das Bundesgesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben für diese Saison 26 Millionen Dosen bestellt. "So viele Impfdosen standen noch nie zuvor in Deutschland für die Grippeimpfung zur Verfügung", sagte Spahn. Der Impfstoff werde nicht an einem Tag ausgeliefert, sondern stehe nach und nach zur Verfügung. Es sei sinnvoll, sich auch noch im November oder Dezember impfen zu lassen.

Eurozone: Erholung in der Industrie verliert weiter an Schwung

LUXEMBURG - Die Erholung in der Industrie der Eurozone hat sich im August weiter verlangsamt. Die Industrieproduktion sei in den 19 Euroländern zum Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Damit hat sich die Erholung weiter abgeschwächt, nachdem das Plus im Vormonat noch revidierte 5,0 Prozent (zunächst +4,1 Prozent) betragen hatte. Analysten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet im Schnitt jedoch mit 0,8 Prozent leicht mehr erwartet.

Institute: Wirtschaftliche Erholung verliert an Fahrt

BERLIN - Führende Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen nach den Einbrüchen in der Corona-Krise mit einem längeren Aufholprozess der deutschen Wirtschaft. Das Vorkrisenniveau werde voraussichtlich erst Ende 2021 erreicht, heißt es in der am Mittwoch vorgelegten Herbstprognose. Erst Ende 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder normal ausgelastet sein. Das größte Risiko für die Prognose bleibe der ungewisse Pandemieverlauf. Die Infektionszahlen in Deutschland sind zuletzt stark gestiegen.

RKI-Chef hält massive Corona-Weiterverbreitung noch für vermeidbar

BERLIN - Eine massive Weiterverbreitung bei den Corona-Fallzahlen ist aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) noch vermeidbar. Er gehe davon aus, dass man in Deutschland das exponentielle Wachstum noch unterdrücken könne, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. "Aber dafür müssen wir uns auch anstrengen." Er halte die derzeitige Situation nicht für gefährlicher als die im Frühjahr.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.