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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 08.05.2020 - 17.00 Uhr

ROUNDUP 2: Schlimmste Lage auf dem US-Arbeitsmarkt seit dem Zweiten Weltkrieg

WASHINGTON - Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den USA ist wegen der Coronavirus-Pandemie so verheerend wie seit Beginn des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Die Arbeitslosenquote stieg im April auf 14,7 Prozent, wie die US-Regierung am Freitag mitteilte. Experten warnten zudem, dass dies noch nicht das ganze Ausmaß der Krise abbildete.

Corona-Krise: Fast zwei Millionen Menschen in Kanada verlieren Jobs

OTTAWA - Die Arbeitslosigkeit in Kanada ist in der Corona-Krise erneut sprunghaft angestiegen. Im April habe die Rekordzahl von fast zwei Millionen Menschen ihre Jobs verloren, teilte die Statistikbehörde des nordamerikanischen Landes am Freitag mit. Im März waren bereits etwas mehr als eine Million Menschen arbeitslos geworden. Damit stieg die Arbeitslosenquote in dem geografisch zweitgrößten Land der Erde von 7,8 Prozent im März auf 13 Prozent. Seit Aufzeichnung der Daten 1976 hatte diese Quote nur einmal höher gelegen - im Dezember 1982 lag sie bei 13,1 Prozent

ROUNDUP/ Trotz Spannungen: China und USA wollen an Handelsdeal festhalten

PEKING/WASHINGTON - Trotz zunehmender Spannungen und gegenseitiger Anschuldigungen wegen der Coronavirus-Pandemie wollen China und die USA an ihrem Handelsdeal festhalten. Das vereinbarten der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin mit dem chinesischen Vize-Premier Liu He in einem Telefonat am Freitag (Ortszeit Peking). Es sei über den laufenden Prozess der Umsetzung des Phase-1-Handelsabkommens gesprochen worden, hieß es in einer Mitteilung von US-Seite. Es würden "gute Fortschritte" erzielt.

GESAMT-ROUNDUP: Kritik an Corona-Grenzkontrollen im Alpenraum wird immer lauter

MÜNCHEN/WIEN - In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz werden die Forderungen nach einem raschen Ende der Grenzkontrollen lauter. Bei der Infektionslage gebe es kaum noch Unterschiede, die Restriktionen seien nicht mehr sachgerecht - spätestens zum 15. Mai sollten die Einschränkungen aufgehoben werden, forderten die Industrie- und Handelskammern (IHK) für München und Oberbayern und die Wirtschaftskammer Tirol am Freitag.

ROUNDUP/Corona: Warnung vor Verschwörungstheorien und Falschnachrichten

BERLIN - Wegen einer Reihe von Demonstrationen gegen die Corona-Regeln wächst die Sorge, dass Rechtsextremisten und Verschwörungstheoretiker die derzeitige Krise für ihre Zwecke nutzen. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil rief zum "Widerstand der normalen Leute" auf. Lügen dürften nicht unwidersprochen bleiben, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD), warb dafür, bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen genau hinzuschauen, mit welchen politischen Akteuren man zusammen demonstriere. Selbst UN-Generalsekretär António Guterres mahnte zu einem verstärkten Kampf gegen Falschnachrichten und Hass.

ROUNDUP: Eurogruppe will ESM-Krisenhilfen startklar machen

BRÜSSEL - Die Euro-Finanzminister haben am Freitag letzte Vorbereitungen für den Start der milliardenschweren Corona-Hilfen aus dem Eurorettungsschirm ESM begonnen. "Dieses Kriseninstrument sollte bis Mitte Mai voll funktionsfähig sein", erklärte Eurogruppen-Chef Mario Centeno vor den Beratungen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz zeigte sich zuversichtlich, dass offene Details rasch geklärt werden.

EuGH: Deutsches EZB-Urteil könnte europäisches Justizsystem gefährden

LUXEMBURG - Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Staatsanleihe-Käufen der Europäischen Zentralbank könnte nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs das Justizsystem der EU gefährden. Der EuGH kommentiere Urteile nationaler Gerichte zwar nicht, teilte der Gerichtshof am Freitag mit. "Ganz generell" könne jedoch auf die ständige Rechtsprechung des EuGH hingewiesen werden, "wonach ein im Vorabentscheidungsverfahren ergangenes EuGH-Urteil für das vorlegende nationale Gericht bindend ist".

ROUNDUP: Exporteinbruch von historischem Ausmaß zu Beginn der Corona-Krise

WIESBADEN - Deutschlands Exporteure haben den Beginn der Corona-Krise im März mit voller Wucht zu spüren bekommen. Die Ausfuhren brachen gegenüber dem Vormonat um 11,8 Prozent in einem bislang nicht gemessenen Ausmaß ein, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. "Die Corona-Krise beginnt im Außenhandel beispiellose Spuren zu hinterlassen", sagte Holger Bingmann, Präsident des Außenhandelsverbandes BGA. Für die kommenden Monate rechnen Außenhandelsverband und Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit noch stärkeren Rückgängen.

Spanien: Industrieproduktion bricht noch stärker ein als erwartet

MADRID - Die spanische Industrieproduktion ist im März noch stärker eingebrochen als erwartet. Die Produktion fiel belastet durch die Corona-Krise um 11,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das Statistikamt INE am Freitag in Madrid mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 9,6 Prozent gerechnet. Im Februar hatte sich die Produktion kaum verändert.

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