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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 04.03.2020 - 17.15 Uhr

USA: Stimmung im Dienstleistungssektor steigt überraschend

TEMPE - Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im Februar trotz der Corona-Verunsicherung überraschend aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) sei um 1,8 Punkte auf 57,3 Zähler gestiegen, teilte das Institut am Mittwoch in Tempe mit. Dies ist der dritte Anstieg in Folge und der höchste Wert seit Februar 2019. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 54,8 Punkte gerechnet.

USA: Privatwirtschaft schafft mehr Stellen als erwartet - ADP

WASHINGTON - Die Privatwirtschaft der USA hat im Februar mehr Stellen geschaffen als erwartet. Es kamen 183 000 Arbeitsplätze hinzu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel mit 170 000 neuen Stellen gerechnet. Allerdings wurde der Aufbau im Vormonat von 291 000 auf 209 000 Stellen revidiert.

Kanadische Notenbank senkt Leitzins wegen Cornoavirus um 0,5 Prozentpunkte

OTTAWA - Die kanadische Notenbank hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus erstmals seit mehr als vier Jahren gesenkt. Der Leitzins werde um 0,5 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent reduziert, teilte die Zentralbank am Mittwoch in Ottawa mit. Volkswirte hatten einen kleineren Schritt um 0,25 Prozentpunkte erwartet.

ROUNDUP: Bloomberg steigt aus Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten aus

WASHINGTON - Der frühere Bürgermeister von New York, der Multimilliardär Michael Bloomberg, gibt seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten auf. Bloomberg erklärte seinen Rückzug am Mittwoch in einer Mail an seine Anhänger und sprach dem Ex-US-Vizepräsidenten Joe Biden offiziell seine Unterstützung aus. Nach dem "Super Tuesday" mit Vorwahlen in 14 Bundesstaaten bestehe für ihn rein rechnerisch keine Chance mehr, sich die Nominierung zu sichern, schrieb Bloomberg. Der richtige Kandidat sei Biden. Wenn er selbst im Rennen bleibe, würde es das Ziel, US-Präsident Donald Trump zu besiegen, nur erschweren, betonte er.

VIRUS/ROUNDUP 2: Italien erwägt wegen Virus Schulschließungen im ganzen Land

ROM - Italien erwägt wegen der Verbreitung des neuartigen Coronavirus, die Schulen und Universitäten im ganzen Land zu schließen. Sie sollten von Donnerstag bis 15. März geschlossen bleiben, berichteten die Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos am Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise. Schulministerin Lucia Azzolina erklärte jedoch, die Entscheidung sei noch nicht gefallen. Dies solle "in den kommenden Stunden" geschehen. Bisher waren vor allem in Norditalien die Schulen geschlossen, weil das Virus dort besonders umgeht.

VIRUS/CSU-Generalsekretär: Schutzschirm für Firmen gegen Corona

BERLIN - CSU-Generalsekretär Markus Blume hat sich für eine Art Schutzschirm für Unternehmen ausgesprochen, die durch die Corona-Epidemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Anders als bei einer konjunkturellen Krise komme diese Herausforderung für Betriebe sehr rasch. Es täten sich "extrem schnell Liquiditätsschwierigkeiten auf", warnte Blume am Mittwoch in Berlin.

ROUNDUP: Unternehmensstimmung in Eurozone hellt sich trotz Corona-Krise auf

LONDON - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im Februar trotz erster Bremswirkungen durch die Corona-Krise aufgehellt. Wie das Institut Markit am Mittwoch in London mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex um 0,3 Punkte auf 51,6 Zähler. Eine erste Schätzung wurde damit bestätigt. "Die Eurozone hat sich im Februar angesichts des Ausbruchs des Coronavirus zwar wacker geschlagen, doch beim genaueren Blick auf die Daten zeigt sich, dass Probleme auf uns zukommen", kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Italiens Wirtschaft schrumpft

ROM - Die italienische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2019 erwartungsgemäß geschrumpft. Wie das Statistikamt Istat am Mittwoch in Rom mitteilte, lag die Wirtschaftsleistung 0,3 Prozent niedriger als im Quartal zuvor. Eine erste Erhebung wurde damit bestätigt. Im Jahresvergleich wuchs die Wirtschaft leicht um 0,1 Prozent.

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