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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 03.05.2022 - 17.00 Uhr

ROUNDUP 2: Ukraine-Krieg kann deutschen Arbeitsmarkt noch nicht erschüttern

NÜRNBERG - Die Beschäftigung ist auf einem Hoch, die Zahl der Arbeitslosen sinkt: Der Ukraine-Krieg hat den deutschen Arbeitsmarkt bisher nicht erschüttern können. "Dem Grunde nach sehen wir ehrlich gesagt keine Anzeichen für einen grundlegenden Trendwechsel in dem positiven Ausblick, trotz des Krieges", sagte der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, am Dienstag in Nürnberg.

ROUNDUP 2/Öl-Embargo der EU: Ungarn und Slowakei pochen auf Ausnahmen

BERLIN/BRÜSSEL - Bei dem geplanten Öl-Embargo der Europäischen Union gegen Russland zeichnet sich kein gemeinsames Vorgehen aller EU-Staaten ab. Nach Ungarn machte auch die Slowakei am Dienstag klar, dass das Land nicht bereit sei für einen raschen Lieferstopp und vorerst nicht auf russisches Öl verzichten könne. Der slowakische Wirtschaftsminister und Vizeregierungschef Richard Sulik verlangte Ausnahmeregeln. Die Slowakei bezieht derzeit nahezu komplett ihr Erdöl aus Russland. Das ähnlich stark von russischen Importen abhängige Ungarn hatte gedroht, Sanktionen gegen derzeitige russische Öl- und Gasimporte abzulehnen. Es ist möglich, dass beide Länder eine Ausnahmeregelung mit einer längeren Übergangsfrist bekommen könnten.

USA: Industrieaufträge steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Aufträge der US-Industrie sind im März stärker als erwartet gestiegen. Die Bestellungen seien zum Vormonat um 2,2 Prozent geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 1,2 Prozent gerechnet.

Eurogruppen-Präsident will gemeinsame Einlagensicherung voranbringen

BRÜSSEL - Der Präsident der Eurogruppe will die umstrittene gemeinsame Einlagensicherung für Banken in der Europäischen Union voranbringen. Bei einer Videokonferenz am Dienstag präsentierte Paschal Donohoe den Finanzministern der Euro-Länder einen Fahrplan in zwei Phasen, um die Bankenunion zu vervollständigen. Teil des Plans ist die gemeinsame Einlagensicherung Edis (European deposit insurance scheme), mit der Banken sich im Krisenfall gegenseitig absichern sollen, um Kunden vor dem Verlust ihrer Bankguthaben zu schützen. Der Vorschlag sieht auch neue Regeln im Umgang mit Staatsanleihen, beim Banken-Krisenmanagement sowie Maßnahmen für die Integration des Finanzbinnenmarktes vor.

Österreichs Außenminister für EU-Marktzugang ohne Vollmitgliedschaft

WIEN - Die Europäische Union muss nach Ansicht von Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) radikale Vertragsänderungen in Erwägung ziehen. Die EU solle Nachbarstaaten wie der Ukraine oder der Republik Moldau einen schnellen Zugang zu "Teilen des gemeinsamen Marktes" gewähren, sagte der Chefdiplomat der britischen Zeitung "Financial Times" (Dienstag). Damit könnten diese Staaten an EU-Institutionen und -Programmen partizipieren, ohne Vollmitglied zu sein.

Ukraine-Krise: Italiens Premier Draghi für Aufnahme neuer EU-Schulden

STRASSBURG - Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi hat angesichts des Kriegs in der Ukraine dafür plädiert, neue Schulden auf EU-Ebene aufzunehmen. "Die durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Krisen kommen zu einer Zeit, in der Europa schon einen riesigen Ausgabenbedarf vor sich hat", sagte Draghi vor dem Europäischen Parlament in Straßburg am Dienstag. Zu den Kosten infolge des russischen Angriffskriegs kämen Investitionen in die Energiewende und die Digitalisierung. "Kein Staatshaushalt kann diese Anstrengungen alleine stemmen", sagte der Italiener.

Umfrage: Wenig Bereitschaft zum Energiesparen trotz steigender Preise

FRANKFURT/NÜRNBERG - Die Bereitschaft zum Energiesparen ist bei Deutschlands Verbrauchern einer Umfrage zufolge trotz der stark gestiegenen Preise für Heizen und Mobilität nicht besonders groß. Müssten die Menschen ihre Ausgaben um 100 Euro pro Monat verringern, würde sich nur gut jeder Fünfte (22 Prozent) bei den Ausgaben für Transport und Verkehr einschränken. Das ergab eine YouGov-Erhebung für die Teambank unter mehr als 3000 Erwachsenen.

ROUNDUP: Ukraine besorgt über mögliche Ausweitung des Kriegs durch Russland

KIEW/MOSKAU/WASHINGTON - In der Ukraine gibt es Sorge vor einer deutlichen Ausweitung russischer Angriffe in den kommenden Wochen. Mehrere ukrainische Medien griffen am Dienstag einen Bericht des US-Senders CNN zu Spekulationen auf, dass Kremlchef Wladimir Putin bereits in wenigen Tagen in Russland den Kriegszustand verhängen und eine Generalmobilmachung anordnen könnte. Auch der Chef der ukrainischen Militäraufklärung, Kyrylo Budanow, sprach von russischen Vorbereitungen auf eine offene Mobilisierung von Soldaten und Reservisten. Belege dafür gibt es nicht. Bislang spricht Russland offiziell nur von einer "Spezial-Operation" in der Ukraine.

Großbritannien: Industriestimmung bessert sich etwas

LONDON - Die Stimmung in der britischen Industrie hat sich im April etwas gebessert. Der von S&P Global erhobene Einkaufsmanagerindex stieg gegenüber März um 0,6 Punkte auf 55,8 Zähler, wie S&P am Dienstag nach einer zweiten Erhebungsrunde in London mitteilte. Das Resultat der ersten Umfragerunde wurde leicht nach unten korrigiert.

Eurozone: Arbeitslosenquote sinkt auf Rekordtief

LUXEMBURG - In der Eurozone ist die Arbeitslosigkeit im März auf ein Rekordtief gefallen. Die Arbeitslosenquote fiel gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit Einführung des Euro. Volkswirte hatten im Schnitt damit gerechnet.

Eurozone: Erzeugerpreise steigen erneut mit Rekordtempo

LUXEMBURG - Der starke Preisauftrieb in der Eurozone nimmt weiter zu. Im März erhöhten sich die Erzeugerpreise abermals mit Rekordtempo. Die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, stiegen zum Vorjahresmonat um 36,8 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Das ist die höchste Rate seit der Einführung des Euro. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 36,3 Prozent gerechnet. Schon in den Vormonaten waren die Produzentenpreise mit Rekordtempo gestiegen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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