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Dovizioso-Manager: "KTM hätte mit Entscheidung warten können"

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 2 Min.

Seit Andrea Dovizioso angekündigt hat, dass er Ducati mit Saisonende verlassen wird, wird über seine Zukunft spekuliert. Eine Spekulation dreht sich darum, ob er doch bei KTM andocken könnte. Während des Corona-Lockdowns hatte es Kontakt gegeben, aber das waren nur lose Gespräche. KTM hat schließlich Danilo Petrucci für 2021 verpflichtet.

Derzeit gibt es bei den Österreichern auch keine Bestrebungen, an den Plänen für das nächste Jahr etwas zu ändern. Brad Binder und Miguel Oliveira werden im Werksteam fahren, Petrucci und Lecuona bei Tech 3.

Dass Dovizioso generell in der Luft hängt, bedauert KTM-Motorsportchef Pit Beirer. "Diese Situation schmerzt schon, denn Dovizioso ist ein unglaublicher Fahrer und ein Freund", so Beirer bei 'Sky Sport Italia'. "Wir haben vor zwei Monaten gesprochen."

Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, wie es mit Dovizioso und Ducati weitergehen würde. Auch dass KTM derart konkurrenzfähig sein würde, war in dieser Klarheit noch nicht abzusehen. Und auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat KTM rasch gehandelt, um für Ruhe zu sorgen.

"Im Rückblick", sagt Dovizioso-Manager Simone Battistella bei 'Sky Sport Italia', "hätten wir unsererseits etwas flexibler sein müssen. Aber ich denke, es war ein Fehler von beiden Seiten. Zu diesem Zeitpunkt wusste niemand, wie es mit COVID-19 weitergehen würde und ob wir überhaupt noch fahren können."

Iker LEcuona lieferte sich in Spielberg ein Duell mit Valentino Rossi

Iker LEcuona lieferte sich in Spielberg ein Duell mit Valentino Rossi<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Iker LEcuona lieferte sich in Spielberg ein Duell mit Valentino RossiMotorsport Images

Motorsport Images

"Die Firmen mussten diese Situation bewältigen. Es gab von keiner Seite Flexibilität, also haben wir uns nicht geeinigt. Es schmerzt, wie Pit gesagt hat, denn im Nachhinein hätten wir uns einigen können. Damals war der Kontext aber anders als heute."

Somit würde es theoretisch für Dovizioso nur noch bei Aprilia einen Platz in einem Werksteam geben. Die Berufungsverhandlung bezüglich der Dopingsperre von Andrea Iannone findet erst Mitte Oktober statt. Mit Cal Crutchlow gibt es einen weiteren Kandidaten für Aprilia.

"Von jetzt an", sagt Battistella, "werden wir alle Vorschläge evaluieren, die wir erhalten. Momentan haben wir aber noch keine. Wir haben mit allen gesprochen. Andrea hat über die Jahre verschiedenen ökonomischen Rahmenbedingungen zugestimmt."

"Für ihn ist das Projekt am wichtigsten, aber natürlich ist Geld auch wichtig. In unseren Verhandlungen haben wir aber nie gesagt: 'So oder gar nicht'. Ich wiederhole, während der COVID-Phase war die Unsicherheit groß. KTM hat sich sofort entschieden. Im Nachhinein hätten sie warten können."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.