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Nach Sexismus-Debatte im Vorjahr: BVB erstmals Meister

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Nach Sexismus-Debatte im Vorjahr: BVB erstmals Meister
Nach Sexismus-Debatte im Vorjahr: BVB erstmals Meister

Ein Jahr später ist dann doch alles gut und der langersehnte Titel perfekt: (NEWS: Alles zur Handball-Bundesliga)

Die Handballerinnen von Borussia Dortmund haben vorzeitig und mit makelloser Bilanz ihre erste deutsche Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht. Das Team von Trainer Andre Fuhr feierte mit einem 39:22 (22:9) beim SV Union Halle-Neustadt seinen 27. Sieg im 27. Saisonspiel.

Bei sieben Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten und entthronten Titelverteidiger SG BBM Bietigheim ist der BVB somit nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

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Zur Erinnerung: Im Vorjahr hatte die Handball Bundesliga Frauen (HBF) die Saison wegen der Corona-Krise ohne Meister für beendet erklärt - mit der Folge einer Debatte über Gleichberechtigung und Sexismus.

"Wäre ich ein Mann, wäre ich jetzt deutscher Meister", hatte Spielerin Kelly Dulfer damals vielsagend in einer Instagram-Story gepostet - und sich auch auf SPORT1-Nachfrage benachteiligt und wegen ihres Geschlechts um den Titel betrogen gefühlt ("Ich finde es komisch, dass es da einen Unterschied gibt zwischen der Männer- und der Frauen-Liga").

BVB-Handballerinnen Meister nach Sexismus-Debatte 2020

Zuvor hatte bereits Reinhard Rauball harsche Kritik geäußert ("Ich habe kein Verständnis dafür. Der Sport wird mit Füßen getreten"), bei den Ruhr Nachrichten gar von Anzeichen einer Diskriminierung gesprochen und dabei auf den THW Kiel verwiesen, dem den Titel bei den Männern in der HBL sehr wohl zugesprochen worden war.

Nun aber gab es das Happy End: "Wir brennen alle darauf, den Titel perfekt zu machen", hatte Coach Fuhr vor dem ersten von vier möglichen Matchbällen erklärt und gleich Zuversicht geäußert: "Ich glaube, wir haben das Selbstvertrauen und auch das Selbstverständnis, am Samstag schon den ersten zu nutzen."

Diese Vorgabe setzten seine Schützlinge auch souverän um. An der Saale ließ Dortmund gegen den Außenseiter von Beginn an keine Zweifel aufkommen und kam letztendlich zu einem völlig verdienten und klaren Erfolg.

Größter BVB-Erfolg mit Pokalsieg 1997

Fuhr musste in Halle neben der Langzeitverletzten Delaila Amega weiter auf die Spanierin Jennifer Gutierrez Bermejo verzichten, die nach ihrer überstandenen Corona-Infektion noch nicht einsatzfähig war.

In der Saison 1991/'92 war das Projekt Frauen-Handball bei Borussia Dortmund in Liga zwei gestartet. Größte Erfolge bislang waren der Pokalsieg 1997 sowie der Triumph im europäischen Challenge-Cup.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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