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Wie Doncic einem Mavs-Fan das Leben rettete

Christian Paschwitz
·Lesedauer: 2 Min.

Es ist eine erschütternde Lebensbeichte eines Basketball-Fans, den die Drogensucht beinahe umgebracht hätte - wäre da offenbar nicht Luka Doncic gewesen.

Dies ist die Geschichte über Collin Cable, einen 33 Jahre alten Texaner und gescheiterten Musiker, der auf dem Portal Fansided.com einen epischen Einblick in seine Seele gewährt - und der es eigenen Angaben zufolge allein dem Superstar der Dallas Mavericks verdankt, noch auf Erden zu sein.

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"Ohne die Hilfe eines slowenischen Teenagers, der wahrscheinlich für immer ein Fremder bleiben wird, würde ich heute nicht mehr leben", schreibt Cable: "Als die Hoffnung unerreichbar wurde, erinnerte mich Luka daran, dass es sich lohnt, dafür zu kämpfen."

Wenngleich die Worte nicht ganz ohne Pathos klingen: Der heute als Schriftsteller arbeitende Mavericks-Fan ist davon überzeugt, ohne die Inspiration von Doncic und dessen Spiel weder aus dem Drogensumpf herausgekommen zu sein, noch sein Leben an sich in den Griff bekommen zu haben.

Drogensucht, Bruder tot - Doncic bringt Lebensmut

Monatlich mehr als 1000 Dollar hatte Cable für Drogen ausgegeben, nachdem er in New York mit seiner Band erfolglos geblieben war. Als sein Bruder starb, ging es noch tiefer bergab - Angstzustände und Depressionen inbegriffen.

Cable, der ein Mavericks-Tattoo auf dem Arm trägt, unterzog sich mehreren Entziehungskuren, erlebte Rückschläge, nahm 23 Kilo zu, verließ das Haus nicht, wollte einfach keinen neuen Lebensmut mehr fassen - doch "dann kam Luka", erinnert er sich.

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Das sportliche Wirken des in Dallas gerade erst aufstrebenden Point Guards geriet für den Junkie zum Schlüssel der Wiedergeburt. "Luka Doncic zu sehen, war das Einzige, was mich an diese Welt gebunden hat", sagt Cable im Nachhinein: "Die Freude, mit der er spielte, war so ansteckend wie medizinisch."

Als Doncic 2018 seine erste Autogrammstunde als Maverick gab, suchte denn auch Cable die Nähe zu dem heute 21-Jährigen - und ließ dabei ein abgewetztes Trikot der Franchise signieren, das seinem verstorbenen Bruder gehört hatte.

"Magic Luka" als Inspiration

Einer der Organisatoren fragte verdutzt nach dem Alter des Kleidungsstückes und bekam von Cable die Antwort: "Älter als Luka." Doncic bekam die Situation mit, sah auf und schenkte ein breites Lächeln.

"Er war aufrichtig und warmherzig. Dafür habe ich ihn geliebt", sagt Cable.

Es sollte der bislang einzige persönliche Kontakt mit Doncic bleiben, von dessen Spielen in der NBA der ehemalige Drogensüchtige bis dato nicht eines verpasst hat. Doch Cable, seit einem Jahr clean, hat sein Leben inzwischen wieder in geordneten Bahnen.

"Ich wache jeden Tag in dieser neuen Welt auf - ohne meinen Bruder, ohne Drogen und Alkohol, oft mit harten und unangenehmen Realitäten konfrontiert", berichtet er: "Aber jetzt kann ich damit umgehen: Die Tatsache, dass ich all das überlebt habe, ist 'Magic Luka'."