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Deftige Olympia-Pleite: Doncic & Co. zu stark für Deutschland

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Deftige Pleite: Doncic & Co. zu stark für Deutschland
Deftige Pleite: Doncic & Co. zu stark für Deutschland

Der leise Medaillentraum der deutschen Basketballer ist geplatzt, der Überraschungstriumph über NBA-Superstar Luka Doncic und Co. blieb aus.

Gegen Europameister Slowenien verloren die Deutschen am Dienstagmorgen in ihrem ersten Olympia-Viertelfinale seit 29 Jahren deutlich mit 70:94 (37:44). Somit geht es ohne das Team von Bundestrainer Henrik Rödl in den Kampf um Edelmetall, der am Donnerstag mit dem Halbfinale beginnt.

Die Slowenen, die auch im 17. Spiel mit Doncic unbesiegt sind, treffen in der Vorschlussrunde auf Frankreich oder Italien.

Was wird aus Bundestrainer Rödl?

Für die Deutschen endet derweil ein Sommer, in dem sie sich erst entgegen der allgemeinen Erwartungen für Tokio qualifiziert und es als Gruppendritter in die K.o.Phase geschafft hatten.

1992 in Barcelona hatte die Auswahl mit dem Spieler Rödl Platz sieben geholt. Wie es für den Bundestrainer Rödl weitergeht, ist unklar.

“Wir werden jetzt erstmal nach Hause kommen, ein bisschen relaxen und Urlaub machen. Und dann werden wir uns zusammensetzen und Gespräche führen. Dann werden wir gucken, wie es weitergeht”, sagte DBB-Präsident Ingo Weiss dem Sport-Informations-Dienst (SID) in Tokio. Mit Blick auf die nächsten Länderspiele im November werde es “relativ zeitnah” eine Entscheidung geben. “Es ist wichtig, dass wir relativ schnell und zügig, aber ohne Hektik und Schnellschüsse, alles regeln können”, sagte Weiss.

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Rödl meinte am Dienstag zu seiner Zukunft: “Ich werde jetzt ins Dorf zurückgehen und meine Sachen packen und die nächsten zwei, drei Tage bis zur Abfahrt genießen und dann gucken, wie es weitergeht. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, so Rödl: “Wir werden uns zusammensetzen, das haben wir so miteinander vereinbart.”

Deutschland macht zu viele Fehler

“Wir haben zwar immer weiter gekämpft, aber da sieht man die Qualität der Mannschaften hier”, sagte Forward Danilo Barthel: “Man darf sich nicht viele Fehler erlauben. Es ist klar, dass man in so einem Spiel 40 Minuten auf höchsten Level spielen muss, um eine Chance zu haben. Das haben wir heute nicht geschafft.”

Vor dem Viertelfinale hatte Rödl angemerkt, sein Team würde für einen Sieg die beste Leistung des Sommers brauchen. Und der Favorit Slowenien demonstrierte, warum: Hatten die Deutschen zum Start gut mitgehalten und waren durch zwei Dreier von Niels Giffey 8:6 in Führung, zogen die Slowenen danach an.

Die deutschen Würfe fielen nicht, der frühere Ulmer Zoran Dragic stellte per Korbleger gegen Ende des ersten Viertels auf 12:23 aus DBB-Sicht.

Maodo Lo lässt Deutschland hoffen

Aufgrund unnötiger Ballverluste, die Rödl beim finalen Gruppenspiel gegen Australien schon kritisiert hatte, drohte Deutschland in der Folge den Anschluss zu verlieren. Doch beim Stand von 14:27 fing sich die Mannschaft zunächst.

Spielmacher Maodo Lo, mit elf Zählern treffsicherster Deutscher, warf den Außenseiter im zweiten Viertel mit drei Dreiern in Serie gar in Führung (32:31). Für Slowenien traf Top-Scorer Dragic (27 Punkte) aber unaufhaltsam und sicherte einen Sieben-Punkte-Vorsprung zur Pause.

Superstar Luka Doncic setzt immer wieder Akzente

Obwohl die Deutschen den Wirkungsradius von Doncic (20 Punkte, acht Rebounds, elf Assists) zu Beginn so gut es ging einengten, kam der Star der Dallas Mavericks im Laufe der Partie immer wieder zu erstklassigen Aktionen.

Als die Slowenen im dritten Viertel auf 42:56 aus deutscher Sicht stellten, versuchte Rödl mit einer Auszeit entgegenzusteuern. Doch in einer nickligen Partie ließ die große Aufholjagd vergeblich auf sich warten.

Kurz vor der finalen Sirene munterte Rödl seine Spieler ein letztes Mal auf. “Ich möchte, dass ihr in den letzten drei Minuten so aus dem Spiel heraus geht, wie ihr den ganzen Sommer gespielt hab”, sagte der Coach während der Auszeit: “Mit erhobenem Kopf.”

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