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Donald Trump startet seine eigene Twitter-Alternative

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 2 Min.

Der Ex-Präsident Donald Trump will mit seinen Anhängerinnen und Anhängern jetzt über seine eigene Website kommunizieren — nachdem er im Januar nach dem Sturm auf das Kapitol von großen Online-Plattformen wie Youtube, Twitter und Facebook verbannt worden war. Der Blog-Bereich, den er am Dienstag gestartet hat, erinnert äußerlich an Twitter. Er besteht allerdings nur aus Beiträgen von Trump.

Seine Fans können die Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten nur über eine Art Hintertür zu Twitter und Facebook tragen: Sie können jeden Kurzbeitrag mit wenigen Klicks als Zitat und Link dort teilen. Unklar war zunächst, ob oder inwieweit die Dienste das zulassen werden.

Am Mittwoch gegen 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit will Facebooks unabhängiges Aufsichtsgremium Oversight Board verkünden, ob der Ex-Präsident weiter von der Plattform ausgeschlossen bleibt oder zurückkehren darf. Twitter betonte dagegen schon, dass es für ihn keinen Weg zurück gebe. Youtube will Trumps Profil entsperren, wenn „das Risiko von Gewalt gesunken ist“.

„Vom Schreibtisch von Donald J. Trump“

Nach der Verbannung von den Online-Diensten war Trump in den vergangenen Monaten darauf angewiesen, Stellungnahmen per E-Mail zu verschicken. Davor war sein Twitter-Account mit mehr als 80 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten sein mit Abstand wichtigster Kommunikationskanal. Mehrfach war spekuliert worden, er könnte eine eigene Online-Plattform starten. In dem Blogbereich mit dem Titel „Vom Schreibtisch von Donald J. Trump“ können seine Fans nun einzelne Beiträge wie bei Twitter mit einem „Like“-Herz versehen — und sich auch über neue Posts benachrichtigen lassen.

Wie „Bild“ berichtet, handelt es sich bei seinem Blog nicht um eine eigenständige Seite, sondern eine Unterseite seiner Homepage „donaldjtrump.com“. Neben einem 30 Sekunden langen Begrüßungsvideo hat Trump dort schon einige Nachrichten veröffentlicht. Darin geht es zum Beispiel um seine negative Meinung zu Republikanerin Liz Cheney, die sich gegen Trumps Anhängerschaft in der Partei gestellt hatte. Außerdem beschimpfte er Republikaner Mitt Romney als „eiskalten Versager“.

dpa/ jb