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Dobrindt: Habeck handelt mit AKW-Entscheidung verantwortungslos

BERLIN (dpa-AFX) - CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wegen der Entscheidung, zwei der drei verbliebenen Atomkraftwerke als Notreserve vorzuhalten, Verantwortungslosigkeit vorgeworfen. "Offensichtlich ist Bundesminister Habeck nicht in der Lage, über seinen ideologischen Schatten zu springen", sagte Dobrindt am Montag in Berlin. "Wer aber in dieser angespannten Energie-Situation nicht bereit ist, wirklich neu zu denken, bei dem habe ich in keinster Weise auch nur annähernd irgendein Vertrauen darin, dass er Deutschland durch diese Energiekrise führen könnte", ergänzte der CSU-Politiker.

"Wir werden es in einer schwierigen Lage in diesem Herbst nicht nur mit einer Energiekrise zu tun haben, sondern vor allem auch mit einer durch die Energiekrise verantworteten Wirtschaftskrise und möglicherweise Sozialkrise", sagte der Vorsitzende der CSU-Abgeordneten im Bundestag. "Was Habeck hier tut, das ist Öl ins Feuer gießen. Das ist für einen Wirtschaftsminister unwürdig". Dobrindt sprach von einer fatalen Fehlentscheidung.