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Dobrindt: Brauchen nationale Kraftanstrengung bei Impfkampagne

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BERLIN (dpa-AFX) - CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat eine Kraftanstrengung aller Beteiligten im Kampf gegen weitere Probleme bei der Corona-Impfkampagne gefordert. "Wir brauchen eine nationale Kraftanstrengung, wenn es darum geht, dass wir die Möglichkeiten, die wir mit der Pharmaindustrie in Deutschland haben, jetzt auch vollumfänglich nutzen", sagte Dobrindt am Donnerstag dem Nachrichtensender n-tv. Dies sei nötig, wenn man die Beschaffung von Impfstoff maximal beschleunigen wolle. Die CSU habe immer wieder darauf hingewiesen, dass neben dem richtigen europäischen Weg bei der Impfstoffbeschaffung parallel und zusätzlich nationale Maßnahmen gebraucht würden. Dazu gehöre ein Impfgipfel.

"Ich weiß nicht, ob man alles ausgleichen kann, was jetzt in der Vergangenheit an Zeit verloren gegangen ist auf europäischer Ebene", sagte Dobrindt. Europa habe sich entweder zu lange Zeit gelassen oder mehr auf die Gesamtmenge der Impfstoffbestellung geschaut - und weniger darauf, dass die einzelnen Impfdosen für Europa zur Verfügung gestellt würden. "Das ist wahrscheinlich ein Fehler gewesen." Ein Impfgipfel sei das richtige Instrument. Dort könne geprüft werden, wo sich etwa die Pharmaunternehmen gegenseitig unterstützen könnten, um eine schnellere Lieferung zu ermöglichen.

Zur allmählich aufkommenden Debatte über Lockerungen der Corona-Beschränkungen riet Dobrindt zur Vorsicht. Die sinkenden Infektionszahlen zeigten, dass die Maßnahmen wirkten. Andererseits gebe es die besorgniserregenden Entwicklungen im Zusammenhang mit Corona-Mutationen. Eine Entscheidung über Reisebeschränkungen für Gebiete, in denen Mutationen auftreten, sei schnell nötig. Man könne dabei nicht auf eine gemeinsame Brüsseler Entscheidung warten, der Schutz der Bevölkerung gehe vor.