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DJV fordert soziale Verantwortung bei Gruner + Jahr ein

Berlin (dapd-nrd). Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) appelliert angesichts der bedrohlichen Lage bei den Gruner + Jahr-Wirtschaftsmedien an die soziale Verantwortung des Managements gegenüber den Beschäftigten. Sparmaßnahmen dürften nicht einseitig zu Lasten der Journalisten beschlossen werden, sagte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken am Mittwoch in Berlin. Die Schaffung von Alternativarbeitsplätzen für die Betroffenen müsse oberste Priorität haben. "Wo das nicht möglich ist, erwarten wir von Gruner + Jahr Lösungen, die deutlich über den üblichen Sozialplankonditionen liegen", fügte er hinzu.

Der Aufsichtsrat des Hamburger Medienverlages berät am heutigen Mittwoch über die Zukunft der "Financial Times Deutschland" und anderer Wirtschaftsmedien des Hauses. Medienberichten zufolge soll die Zeitung aufgrund der schlechten Ertragslage eingestellt werden. Zudem sollen mit "Impulse" und "Börse Online" weitere Wirtschaftsblätter des Verlages verkauft werden, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete. Ein Sprecher des Verlags lehnte auf dapd-Anfrage einen Kommentar zu dem "FAZ"-Bericht ab. 330 Beschäftigte wären von den Maßnahmen betroffen.

dapd