Suchen Sie eine neue Position?

DIW-Energieexpertin: Politik verantwortlich für Strompreissteigerung

Berlin (dapd). Die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, macht die Politik für die steigenden Strompreise verantwortlich. In einem Gastkommentar in der Zeitung "Bild am Sonntag" schreibt sie: "Die Bundesregierung sollte aufhören, den erbitterten 'Kampf um Strom' durch Lügen und Legenden anzuheizen. Ökostrom ist allemal billiger als die Milliardengräber der Kernkraft und dazu eine Investition in Deutschlands Wirtschaftskraft."

Kemfert weiter: "Der Strompreis steigt. Schuld daran ist nicht der Atomausstieg. Schuld ist das schlechte Management der Politik, zu wenig Wettbewerb, hohe Gewinne der Konzerne und falsche Abgaben." Die Expertin verweist darauf, dass Atomstrom früher vom Staat finanziert wurde, die Verbraucher aber heute den Ökostrom direkt bezahlen müssten. Zudem schlage der Staat noch Steuern drauf, um die Energiewende zu bezahlen.

Seit Jahrzehnten sei keine vorausschauende Energiepolitik betrieben worden, schreibt Kemfert. "Um das Versagen zu verschleiern, wird jetzt Ökoenergie zum Sündenbock gemacht. So lassen sich die resultierenden Kosten bequem auf die Verbraucher abwälzen." Dabei sei eine "Strompreisbremse" möglich: "Dazu muss der Wettbewerb gestärkt, die Energiewende effizienter gemanagt und die Steuern gesenkt werden."

dapd

Meistgelesene Artikel - Yahoo Finanzen

  • War nur ein Pilot im Cockpit des Germanwings-Airbus?
    Erste Absturz-Opfer geborgen dpa - vor 21 Stunden
    War nur ein Pilot im Cockpit des Germanwings-Airbus?

    les-Alpes (dpa) - Langsam kommen die Bergungskräfte an der Absturzstelle des Germanwings-Flugzeugs voran. Doch die Suche nach Informationen zur Katastrophe und ihren Opfern ist schwierig.

  • Hintergrund: Wie Cockpit-Türen gesichert sind
    Hintergrund: Wie Cockpit-Türen gesichert sind

    Nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 sind in Flugzeugen die Cockpittüren besonders gesichert worden, um unerlaubtes Eindringen zu verhindern.

  • Rund 48 Stunden nach dem Absturz des deutschen Germanwings-Airbus in den französischen Alpen scheint das Unglaubliche festzustehen: Eine absichtliche Tat des Co-Piloten riss nach Erkenntnisse der Blackbox-Auswertung 150 Menschen in den Tod.

  • Bordcomputer sagt Nein: Cockpit-Elektronik ist Fluch und Segen
    Bordcomputer sagt Nein: Cockpit-Elektronik ist Fluch und Segen

    Fliegen wird immer sicherer - auch dank laufend verbesserter Technik. Die weltgrößten Flugzeugbauer Boeing und Airbus feilen beständig an den Feinheiten ihrer Modelle: Immer zuverlässiger sollen sie werden - und die Statistik gibt ihnen Recht.

  • Woher stammten die Opfer? dpa - vor 23 Stunden

    An Bord der verunglückten Germanwings-Maschine vom Typ Airbus A320 waren 150 Menschen - 144 Passagiere sowie sechs Crew-Mitglieder.

 
  • Finanzglossar

    Finanzglossar

    Möchten Sie einen Finanzbegriff nachschlagen? Das Yahoo Finanzglossar hat die Antwort! … Mehr »