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Disney federt mit Streamingdienst Corona-Folgen ab

Reuters
·Lesedauer: 2 Min.

Das Unternehmen hat deutlich weniger Umsatz gemacht als noch im Vorjahr – aber trotzdem mehr als von Analysten erwartet. Die Disney-Aktie legt nachbörslich zu.

Die Anleger an der Wall Street reagieren erleichtert auf die Disney-Zahlen. Foto: dpa
Die Anleger an der Wall Street reagieren erleichtert auf die Disney-Zahlen. Foto: dpa

Die Coronakrise belastet Walt Disney weiter stark, doch das Streaming-Geschäft boomt und der Entertainment-Gigant ist zurück in den schwarzen Zahlen. In den drei Monaten bis Ende Dezember schaffte Disney unterm Strich einen Gewinn in Höhe von 29 Millionen Dollar, wie der US-Unterhaltungskonzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Obwohl dies ein Rückgang um 99 Prozent im Jahresvergleich ist, wurden die Erwartungen übertroffen. In den Vorquartalen hatte es stets hohe Verluste gegeben, weil die Pandemie weite Teile des Disney-Imperiums lahmgelegt hatte.

Die große Erfolgsstory beim Hollywood-Riesen bleibt aber in der Coronakrise das Streaming-Geschäft um den Online-Videodienst Disney+. Im abgelaufenen Quartal gewann der im November 2019 gestartete Netflix-Rivale über 21 Millionen Abokunden hinzu – Anfang Januar waren es insgesamt bereits 95 Millionen zahlende Nutzer. Marktführer Netflix hatte zuletzt zwar schon knapp 204 Millionen, ist allerdings auch schon viel länger am Start und in viel mehr Ländern vertreten. Hinzu kommt, dass bei Disney+ in großem Stil befristete Lockangebote ausliefen, was das starke Wachstum nun umso beeindruckender macht.

Bei Anlegern kamen die Quartalszahlen gut an, die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit Kursgewinnen. Die Aktie, die am Donnerstag bereits im regulären Handel ein Rekordhoch von 190,86 Dollar erreichte, stieg im nachbörslichen Handel um weitere 3,6 Prozent. „Disney+ war ein großer Erfolg und ist ein Beweis für Disneys Markenwert und Expertise im Storytelling“, sagte Marketer-Analyst Eric Haggstrom. „Dies war eine der erfolgreichsten Produkteinführungen im Consumer-Bereich in der jüngeren Vergangenheit.“

Dabei gingen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 16,2 Milliarden Dollar zurück. Analysten hatten nach Refinitiv-Daten nur mit 15,9 Milliarden Dollar gerechnet. Disneys Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten – in normalen Zeiten zuverlässige Profitbringer – kriseln lahmgelegt durch die Pandemie weiter heftig und erlitten einen Umsatzeinbruch um 53 Prozent. Die durch die Coronakrise verursachten Sonderbelastungen der Sparte betrugen laut Disney 2,6 Milliarden Dollar.

Trotz des Streaming-Booms gab es in der TV- und Filmsparte insgesamt ebenfalls ein fünfprozentiges Umsatzminus. Zwar florieren auch die anderen Online-Services – neben Disney+ betreibt der Konzern noch Hulu und eine Internetausgabe des Sportsenders ESPN. Über alle Streaming-Angebote hinweg hatte Disney zuletzt laut eigenen Angaben schon mehr als 146 Millionen zahlende Kunden. Doch die Sparte umfasst auch die Hollywood-Studios und das klassische Kabelgeschäft, wo in der Corona-Krise erhebliche Abstriche gemacht werden müssen. Trotzdem hielt sich der Rückgang des Betriebsgewinns des Geschäftsbereichs mit einem Minus um zwei Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar in Grenzen.