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Warum die Disney-Aktie im Februar um 15 % gefallen ist

Beth McKenna

Was war da los?

Die Aktie von Walt Disney (WKN: 855686) fiel im Februar um 14,9 %, wie Zahlen von S&P Global Market Intelligence zeigen. Der S&P-500-Index fiel im vergangenen Monat um 8,2 %. Der Abrutsch des Marktes war auf die Befürchtung zurückzuführen, dass COVID-19, die Coronavirus-Krankheit, die mehr als 90.000 Menschen infiziert hat, die Weltwirtschaft erheblich beeinträchtigen könnte.

Die Aktien des Entertainment-Giganten sind bis zum 2. März 2020 um 17,1 % zurückgegangen, während der breitere Markt eine Rendite von -4 % erzielte.

Was bedeutet das?

Wir können die enttäuschende Entwicklung der Disney-Aktie im vergangenen Monat auf zwei wesentliche Katalysatoren zurückführen: COVID-19 und den Wechsel des CEO. Beides sorgt für Unsicherheit, und die kann der Markt bekanntlich überhaupt nicht vertragen.

Daten via YCharts

Die Disney-Aktie trendete den größten Teil des Monats nach unten, wobei der stärkste Rückgang am Ende des Monats eintrat, als bekannt wurde, dass sich das Virus weit über China hinaus ausgebreitet hatte. Die Anleger sind zweifellos besorgt, dass die vorübergehende Schließung der Parks des Unternehmens in Shanghai und Hongkong länger dauern könnte als die zwei Monate, die das Management Anfang Februar geschätzt hatte. Diese Parks schlossen ihre Tore am 25. bzw. 26. Januar, um die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern.

Die Investoren sind auch besorgt, dass die sich verschlimmernde Epidemie zusätzliche Schließungen verursachen oder zumindest dazu führen könnte, dass die Besucher Freizeitparks generell meiden.

Christine McCarthy, CFO von Disney, sagte am 4. Februar dazu:

Im Shanghai Disney Resort schätzen wir derzeit, dass die Schließung des Parks einen negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis des zweiten Quartals in Höhe von ca. 135 Millionen USD haben könnte, vorausgesetzt, der Park wird im zweiten Quartal für zwei Monate geschlossen. Im Hongkong Disneyland schätzen wir derzeit, dass die Schließung des Parks das Betriebsergebnis im zweiten Quartal zusätzlich um etwa 40 Millionen USD beeinträchtigen könnte. [Diese Schätzung geht ebenfalls von einer zweimonatigen Schließung aus].

Die Disney-Aktien fielen am 26. Februar um 3,8 %, nachdem das Unternehmen nach Börsenschluss am Vortag bekannt gegeben hat, dass es Bob Chapek mit sofortiger Wirkung zum CEO ernannt hatte. Chapek war seit der Schaffung des Segments Parks, Erfahrungen und Produkte von Disney im Jahr 2018 als dessen Vorsitzender tätig und ist davor seit 2015 Leiter des Segments Parks und Resorts gewesen.

Er tritt die Nachfolge von Bob Iger an, der das Unternehmen mehr als 15 Jahre lang geleitet hat und hoch angesehen war. Iger “übernimmt die Rolle des Executive Chairman und wird die kreativen Bemühungen des Unternehmens leiten, während er den Vorstand führt und seine Erfahrung, Führung und Leitung in vollem Umfang nutzt, um einen reibungslosen und erfolgreichen Übergang bis zum Ende seines Vertrags am 31. Dezember 2021 zu gewährleisten”, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Und jetzt?

Seit Ende Februar gab es an der Coronavirus-Front ein weiteres bemerkenswertes Ereignis: Es erfolgte eine, wie es hieß, etwa zweiwöchige Schließung von Tokio Disneyland, um die Verbreitung von COVID-19 zu verhindern. Die Wiedereröffnung ist für den 16. März geplant. 

Langfristig orientierte Investoren sollten abwarten. Ja, die vorübergehende Schließung aller drei asiatischen Parks des Unternehmens wird sich voraussichtlich erheblich negativ auf die Ergebnisse von Disney im zweiten Quartal auswirken. Und, ja, es ist meiner Meinung nach auch wahrscheinlich, dass die Besucherzahlen des Unternehmens in seinen beiden US-Parks und die Buchungen der Kreuzfahrtgesellschaften zumindest für einige Monate leiden werden. Die guten langfristigen Aussichten von Disney sind jedoch unverändert gut.

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Beth McKenna besitzt keine der angegebenen Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Walt Disney. Dieser Artikel erschien am 3.3.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020