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Discounter wollen dm und Rossmann die Kunden abspenstig machen — dafür greifen sie gern zu einem Trick

Business Insider Deutschland
Aldi dm


Für die meisten Verbraucher ist klar: Lebensmittel werden beim Discounter oder Supermarkt gekauft, Shampoos und Cremes im Drogeriemarkt. Discounter wie Aldi, Lidl oder Netto drängen aber immer stärker auf den Kosmetik-Markt — nicht nur durch ein ständig wachsendes Angebot, sondern auch durch niedrige Preise. Aldi Süd lockte erst kürzlich mit Sonderangeboten zu Markenartikeln. Darunter auch rund 20 Kosmetikprodukte von Nivea. Dabei sind die Produkte selten billiger als im Drogeriemarkt. Starke Marken sollen lediglich die Kunden in die Discounter bringen. 

Aldi und Nivea haben hohe Vertrauenswerte

Für Aldi scheinen sich solche Angebote jedenfalls zu lohnen, um den Drogeriemärkten ihre Stellung strittig zu machen. Nivea zählt zu einer der deutschen Marken mit dem höchsten Vertrauenswert in Deutschland: Laut einer Studie der Markenberatung „Sasserath Munzinger Plus“ und UDG liegt Nivea mit 62,4 Prozent auf dem dritten Rang. Der Drogeriemarkt dm konnte im „Brand Trust + Experience Monitor“ jedoch einen noch höheren Vertrauenswert verzeichnen: 64,6 Prozent. Aber auch Aldi steht gut da: In der Studie „Trusted Brands“ der Zeitschrift „Reader’s Digest“ konnte Aldi sogar Edeka hinter sich lassen. Bei den Hautpflege-Produkten landete Nivea in derselben Studie wiederum auf den ersten Platz — die Zusammenarbeit des Discounters und Kosmetika-Herstellers ist folglich eine Win-Win-Situation.

Preislich sind die Discounter bei den Pflegeprodukten den Drogermiemärkten wie dm, Rossmann oder Budni also oftmals einen Schritt voraus. Doch in der Breite des Angebots hinken sie hinterher. Der Südwestrundfunk (SWR) machte in der Sendung „Marktcheck“ den Test: 20 Produkte aus dem Drogeriemarkt sollten beim Discounter besorgt werden. Die Bilanz: Bei Aldi Süd waren nur zwei Produkte davon erhältlich. Netto bot vier der Artikel an, dafür aber einige Alternativen der Eigenmarke. Bei dm bekamen die Tester hingegen 19 der 20 auf der Einkaufsliste genannten Artikeln.

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