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Discounter setzen trotz Kritik auf spanische Erdbeeren

Sebastian Kahnert/dpa

Der Anbau von Erdbeeren erfordert viel Wasser. Im südspanischen Nationalpark Doñana geht der Grundwasserspiegel indes kontinuierlich zurück. Das ruft Umweltschützer auf den Plan.

Stuttgart (dpa) - Trotz Kritik setzen deutsche Discounter weiter auf Erdbeeren aus der Region rund um den von Dürre bedrohten südspanischen Nationalpark Doñana. Sowohl Lidl als auch Aldi Nord verwiesen am Freitag auf Bemühungen zum Wasserschutz in der Region. Mit Lieferanten vor Ort wolle man weiter zusammenarbeiten. Zuvor hatten die Organisationen Foodwatch und Campact deutsche Supermärkte aufgefordert, keine Erdbeeren aus der Region mehr zu verkaufen und auf den hohen Wasserverbrauch für den Anbau verwiesen.

Umweltschützer schlagen Alarm

In dem 1969 gegründeten Nationalpark Doñana, der zusammen mit einer als Naturpark geschützten Fläche und einer Pufferzone etwa halb so groß wie das Saarland ist, geht der Grundwasserspiegel schon seit Jahren zurück, wie Umweltschützer klagen. Dazu tragen demnach auch legale und illegale Brunnen bei, die benutzt werden, um große Wassermengen für Frucht- und Gemüseplantagen abzuzweigen. Über einen Gesetzentwurf, der illegale Bewässerungssysteme legalisieren soll, wird demnächst im andalusischen Parlament abgestimmt.

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Um in der Sache Druck auf die Regionalregierung zu machen, forderten Campact und Foodwatch von den großen deutschen Lebensmittelhändlern nun den Verkaufsstopp. Rewe und Edeka äußerten sich auf Anfrage nicht.

Video: "Situation ist katastrophal": Reisbauern in Spanien leiden unter der Dürre