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DIHK-Umfrage - Teil-Lockdown trifft deutsche Wirtschaft hart

Reuters
·Lesedauer: 2 Min.

In der Corona-Pandemie bricht der Mehrheit der Unternehmen die Nachfrage weg. Sowohl im Inland als auch auf dem Weltmarkt kommt es zu Ausfällen.

Der Teil-Lockdown trifft die deutsche Wirtschaft hart, laut einer DIHK-Umfrage. Foto: dpa
Der Teil-Lockdown trifft die deutsche Wirtschaft hart, laut einer DIHK-Umfrage. Foto: dpa

Die Corona-Pandemie löst bei mehr als der Hälfte der deutschen Unternehmen einen Nachfrageeinbruch aus. Das geht aus einer aktuellen DIHK-Umfrage unter mehr als 13.000 Unternehmen aller Branchen und Regionen hervor. „Gekürzte Investitionsbudgets drücken in vielen Weltregionen derzeit die Nachfrage auch nach deutschen Produkten“, teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Samstag mit.

Im Inland komme es wegen der neuen Corona-Beschränkungen und des Teil-Lockdowns in etlichen Branchen zu weiteren Nachfrageausfällen. „Insgesamt rechnen mehr als zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland 2020 mit einem Umsatzrückgang.“ Gekürzte Investitionsbudgets drückten in vielen Weltregionen die Nachfrage auch nach deutschen Produkten, erklärte der Verband. Doch auch im Inland komme es zu Ausfällen.

Besonders hoch sei der Anteil der Betriebe, die weniger Einnahmen beklagen, im Gastgewerbe (93 Prozent), der Reisewirtschaft (94 Prozent) sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft (90 Prozent). „Insbesondere in diesen Branchen stehen die Geschäfte derzeit komplett oder in großen Teilen still.“ Aber auch im Kfz-Handel (73 Prozent) und in der Industrie (69 Prozent) verzeichneten überdurchschnittlich viele Betriebe Umsatzrückgänge für dieses Jahr. Gesamtwirtschaftlich liegt das laut DIHK unter anderem an einer geringeren Nachfrage (51 Prozent), an stornierten Aufträgen (29 Prozent) sowie an logistischen Engpässen bei Zuliefererprodukten (14 Prozent).

Als Reaktion auf die Krise müssen der Umfrage zufolge aktuell 49 Prozent der Unternehmen Investitionen streichen oder verschieben. Vier von zehn Firmen müssten Kosten einsparen, fast ein Viertel ihr Personal abbauen. Viele Unternehmen entwickelten in der Krise aber auch kreative Lösungen, indem sie etwa die Digitalisierung vorantrieben (36 Prozent), ihre Online-Präsenz ausbauten (32 Prozent) oder Geschäftsmodelle umstellten (22 Prozent).