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DIHK fordert mehr Unterstützung für Initiativen zu Belebung von Einkaufsstraßen

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Fußgängerzone in Dortmund
Fußgängerzone in Dortmund

Angesichts einer zunehmenden Verödung deutscher Innenstädte hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) von den Bundesländern mehr Unterstützung für Eigeninitiativen von Händlern und Immobilienbesitzern gefordert. "Die Corona-Pandemie beschleunigt den Strukturwandel im Einzelhandel", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführungsmitglied Ilja Nothnagel der Nachrichtenagentur AFP vor dem Beginn einer Konferenz der Länderbauminister im thüringischen Weimar am Donnerstag.

Vielerorts bildeten sich örtliche Interessengemeinschaften von Einzelhändlern, Gastronomen, Immobilienbesitzern und anderen Akteuren, um den Wegfall von Kaufhäusern und anderen Läden durch Investitionen in Attraktivitätssteigerungen auszugleichen, sagte Nothnagel. Nicht alle Bundesländer hätten aber landesrechtliche Regelungen für sogenannte Business-Improvement-Districts (BID) und ähnliche Initiativen geschaffen. "Das wäre jedoch wichtig."

In einem BID schließen sich Grundstückseigentümer zusammen, um gemeinsam mit einer Kommune und ortsansässigen Geschäftsleuten eine kriselnde Einkaufsstraße aufzuwerten. Die Maßnahmen werden dabei aus einer zeitlich befristeten Umlage der beteiligten Geschäftsleute bezahlt. Laut DIHK bedarf es entsprechender gesetzlicher Grundlagen. Diese schufen bislang elf Bundesländer.

Die Konferenz der Bauminister der Länder kommt am Donnerstag und Freitag im thüringischen Weimar zusammen. Schwerpunktmäßig soll es nach Angaben des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur um Digitalisierung, ökologisches Bauen und bezahlbares Wohnen gehen.

bro/cfm