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DIHK fordert von EU mehr Tempo bei Handelsabkommen

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat der Europäischen Union eine zögerliche Haltung in der internationalen Handelspolitik vorgeworfen. Während die EU noch über neue Freihandelsabkommen nachdenke, seien in Asien mit dem neuen großen Handelspakt "Regional Comprehensive Economic Partnership" (RCEP) rund um China längst Fakten geschaffen worden, sagte DIHK-Außenhandelschef Volker Treier der "Rheinischen Post" (Mittwoch).

Das RCEP-Abkommen sei ein "klares Signal für mehr wirtschaftliche Integration in Asien", sagte Treier. "In der Wachstumsregion werden für die Unternehmen Nägel mit Köpfen gemacht, während die EU mit Handelsabkommen hadert", kritisierte er. Der Handelspakt RCEP stehe für 28 Prozent des Welthandels, 30 Prozent der weltweiten Wertschöpfung und für eine Bevölkerung von über 2,2 Milliarden Menschen. "Aus europäischer Sicht ist es jetzt umso wichtiger, den Anschluss nicht zu verlieren. Entscheidend ist dabei auch, dass die neue Bundesregierung rasch zum positiven Impulsgeber in der EU-Handelspolitik wird", forderte der DIHK-Experte.

Das RCEP-Abkommen wurde im November 2020 zwischen China und 14 asiatisch-pazifischen Staaten abgeschlossen, darunter Japan, Vietnam, Singapur, Indonesien, Malaysia, Thailand, die Philippinen, Myanmar, Australien, Südkorea und Neuseeland.

"Handelsabkommen im Indopazifik - insbesondere mit den G20-Staaten Indonesien und Indien - können die Diversifizierung unserer Lieferketten sowie die Wettbewerbsfähigkeit gerade der kleinen und mittelständischen Unternehmen stärken", sagte Treier weiter. "Schließlich hängt jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland am Export, in der Industrie sogar jeder zweite."

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